Kleingartenverein Bebericher Grund beteiligt sich an der Aktion „Rote Hand“

Nicht nur rot, sondern kunterbunt sind die bemalten Papierhände, die mit viel Liebe ausgeschnitten, einlaminiert und auf Strohhalme gesteckt wurden. Mit ihnen unterstützt der Verein Bebericher Grund ein Projekt gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Viersen – Ob Syrien, Afghanistan, Kolumbien oder Kongo: Überall auf der Welt werden Kinder gezwungen, in kriegerischen Auseinandersetzungen zu kämpfen. Dabei handelt es sich um eine eklatante Kindesrechtsverletzung und ein schweres Verbrechen, wenn Jungen und Mädchen als Kindersoldaten eingesetzt werden. Diese Kinder zu schützen, ist die zentrale Forderung der Aktion „Rote Hand“, die auch von dem katholischen Sozialverband KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung und dem Viersener Kleingartenverein Bebericher Grund unterstützt wird. Dazu übergab der Vereinsvorsitzende Matthias Adrians nun einen großen Blumenstrauß aus gemalten Kinderhänden an Iris Kater, Diözesanvorsitzende KKV im Bistum Aachen, die die Hände der Bundespolitik übergeben wird.

„Die staatlichen und internationalen Finanzmittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldaten müssen deutlich erhöht werden“, unterstreicht Iris Kater die Unterstützung des Projektes. „Wir unterstützten die Forderung eines verstärkten internationalen Einsatzes gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten und einen Ausfuhrstopp von Kleinwaffen – der tödlichsten Waffenart“, ergänzt Matthias Adrians.

Jugendlichen, Vereine oder Wirtschaftsverbände in aller Welt engagieren sich gegen den Missbrauch von Kindern in Kriegen. Die Aktion Rote Hand entstand in Deutschland 2003 und breitete sich schnell international aus. Mittlerweile wurden fast vier Millionen rote Hände gesammelt und an Politiker übergeben um auf diese menschenverachtende Praxis aufmerksam zu machen. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel