Klima-Camp in Viersen: Aachener Polizei zieht positive Bilanz zum bisherigen Verlauf

Das Aktionsbündnis „Ende Gelände“ hat für den Zeitraum des Fronleichnam-Wochenendes zahlreiche Veranstaltungen rund um den Tagebau Garzweiler angemeldet. In diesem Zusammenhang riefen die Aktivisten zur Teilnahme am zivilen Ungehorsam auf. Es wurden Proteste und Blockaden angekündigt. Es gab Hinweise auf den Beginn von Aktionen ab Freitag, 21.06.2019, 09:00 Uhr.

Viersen – Pünktlich um kurz nach 09:00 Uhr setzte sich gestern eine erste Gruppe aus dem Camp Viersen in Bewegung. Eine weitere Gruppe verließ kurze Zeit später die Örtlichkeit in Richtung Tagebau Garzweiler. Um das Eindringen in den Tagebau zu verhindern, untersagte die Polizei ab dem Vormittag den Halt aller Züge im Bahnhof Viersen bis circa 16 Uhr. Zwischenzeitlich trafen mehrere Tausend Aktivisten aus dem Camp am Bahnhof Viersen ein und organisierten eigenständig Busse für ihre Weiterfahrt. In Viersen harrten zu dieser Zeit ca. 700 Personen für mehrere Stunden in Bussen am Bahnhof aus. Die Polizei lobt das friedliche Verhalten der Aktivisten während der Wartezeit am Bahnhof Viersen.

Gegen 18:30 Uhr blockierten 800 Personen im Bereich Rommerskirchen die Gleise zwischen dem Kraftwerk Niederaußem und Neurath. 500 dieser Personen hatten zuvor eine Polizeikette durchbrochen und führten zum Teil Schutzbewaffnung mit sich. Gestern Abend besetzten der „Rote Finger“ der Ende-Gelände-Teilnehmer aus Viersen die Gleise in Kreyenberg, der „Grüne Finger“ aus Viersen besetzte die Gleise vor Gatzweiler.

Foto: Schwarzschaf Design