Klimaschutz intensivieren – Kreis sowie sechs Städte und Gemeinden schreiben Klimaschutzkonzept fort

Der Kreis Viersen, die Städte Tönisvorst und Viersen sowie die Gemeinden Grefrath, Niederkrüchten, Brüggen und Schwalmtal wollen ihre Maßnahmen für mehr Klimaschutz intensivieren. Ziel ist ein gemeinsames Konzept, das zugleich kommunenspezifische Besonderheiten berücksichtigt.

Kreis Viersen – Hierfür knüpfen die sechs beteiligten Städte und Gemeinden gemeinsam mit dem Kreis an bereits bestehende Pläne an und führen diese vor dem Hintergrund aktueller technischer und gesellschaftlicher Entwicklungen fort. Schlussendlich soll das neue Konzept verschiedene Pfade zur Einhaltung des 1,5 Grad-Ziels beschreiben.

Die Anpassung ist notwendig, da einerseits viele der festgelegten Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Andererseits machen globale Vereinbarungen wie das Pariser Klimaschutzabkommen eine Anpassung der lokalen Zielsetzungen im Klimaschutz erforderlich. Fachliche Unterstützung erhalten die Projektbeteiligten von den Expertinnen und Experten des Beratungsbüros energielenker projects GmbH. Gemeinsam überarbeiten sie das bestehende Klimaschutzkonzept aus dem Jahr 2013.

„Klimaschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben. Daher ist es notwendig, dass wir alle Verantwortung übernehmen, Vorbild sind und andere an unseren Erkenntnissen teilhaben lassen. Wir haben uns in unserer Klimastrategie ein ehrgeiziges Ziel für die Kreisverwaltung gesetzt und wollen bis zum Jahr 2040 klimaneutral sein“, so Landrat Dr. Andreas Coenen. „Dabei ziehen wir aber auch weitere Bereiche in unsere Überlegungen mit ein. Unser gemeinsames Klimaschutzkonzept bietet hierfür eine gute Plattform – gemeinsam und auf Augenhöhe mit den beteiligten Städten und Gemeinden. Wir müssen jetzt unsere Klimaschutz-Aktivitäten intensivieren, weil es wichtig ist, schnell und entschlossen zu handeln. Die vergangenen Hitze-Sommer, die Trockenheit, Starkregenereignisse und der Wald- und Heidebrand im vergangenen Frühjahr haben deutlich gemacht, dass der Klimawandel längst bei uns angekommen ist. Klimaschutz trägt zur regionalen und nachhaltigen Wertschöpfung bei, denn viele lokal umgesetzte Maßnahmen, wie die Sanierung einer Schule, die Errichtung einer PV-Anlage oder der Bau nach den Prinzipen der zirkulären Wertschöpfung, schaffen einen dauerhaften – auch finanziellen – Mehrwert vor Ort.“

Zum Projektauftakt Ende Januar fand ein virtuelles Treffen der Klimaschutzbeauftragten des Kreises Viersen, der Städte und Gemeinden statt. Abseits des gemeinsamen, übergeordneten Ziels, diskutierten sie Details zur individuellen Zielsetzung der Kommunen und Fragen rund um die geplante Erstellung von Energie- und Treibhausgasbilanzen.
Erörtert wurden außerdem die in den verschiedenen Kommunen geplanten Beteiligungsformate für Bürgerinnen und Bürger. So ist vorgesehen, im Laufe des Jahres eine Online-Karte zu entwickeln, auf der Vorschläge und Hinweise rund um das Thema Klimaschutz eingebracht werden können. (opm)

Die Gruppe Parents for Future Kreis Viersen setzt sich intensiv für den Klimaschutz im Kreis Viersen ein. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming