Kommunales Integrationszentrum Kreis Viersen unterstützt Migrantenselbstorganisationen

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Viersen (KI) unterstützt nun auch Migrantenselbstorganisationen (MSO). Diese nähmen bei der Förderung des Zusammenlebens eine Schlüsselrolle ein: MSO sind freiwillige Zusammenschlüsse und bestehen mehrheitlich aus Menschen mit Migrationshintergrund.

Kreis Viersen – Die meisten MSO, die sich um Zugewanderte kümmern, arbeiten auf ehrenamtlicher Basis. „Das macht ihre Stärke aus, birgt aber auch eine Gefahr: Sie haben oft nur begrenzte personelle und zeitliche Ressourcen“, weiß Kreis-Sozialdezernentin Katarina Esser. „Das Kommunale Integrationszentrum Kreis Viersen setzt sich deswegen zum Ziel, Hilfestellungen zu Förderprogrammen für MSO zu geben, eine Vernetzung im Bereich der Integration zu ermöglichen sowie MSO bei der Durchführung themenbezogener Veranstaltungen zu beraten und zu begleiten.“

Rund 30 Migrantenorganisationen sind dem KI im Kreis Viersen bereits namentlich bekannt. Einige etablierte MSO stellen ihre Angebote über eine Internetpräsenz dar, andere befinden sich noch in der Gründungsphase und sind deshalb öffentlich schwer greifbar. In diesem Zusammenhang appelliert KI-Leiterin Mathilde Holtmanns: „Für uns alle ist es wichtig, sich auszutauschen, gemeinsame Projekte anzustoßen und voneinander zu lernen. Wir laden Sie ein, mit uns in den Austausch zu gehen, zu einem gemeinsamen Dialog.“
MSO, die Unterstützung suchen, können sich bei Sumru Özbas-Furunci unter Tel 02162 39-1960 melden.

Der Kreis Viersen hat im Januar 2017 das Kommunale Integrationszentrum (KI) eingerichtet. Das KI setzt sich für die Integration von geflüchteten Menschen, aber auch für die Verbesserung der Teilhabe und Chancen aller Menschen mit Zuwanderungsgeschichte ein. Zudem engagiert sich das KI für ein gutes Zusammenleben aller Menschen im Kreis Viersen, das von Respekt und Toleranz geprägt sein soll.