Kooperation für eine direkte Zugverbindung von Eindhoven nach Düsseldorf unterzeichnet

In der vergangenen Woche fand die offizielle Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen den Niederlanden und Deutschland statt, die eine direkte Zugverbindung von Eindhoven nach Düsseldorf ermöglichen soll – direkt und ohne Umsteigen mit dem RE 13. Hiervon wird auch Viersen betroffen sein.

Viersen – Bereits seit dem Jahr 2016 haben sich die Verkehrsministerien des Landes Nordrhein-Westfalen und der Niederlande, die Provinzen Limburg und Nordbrabant sowie der VRR zu einer grenzüberschreitenden SPNV-Verbindung Düsseldorf – Eindhoven intensiv ausgetauscht. Ziel ist es, den grenzüberschreitenden Verkehr im SPNV zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden weiter zu verbessern. Dafür haben alle Beteiligten jetzt die Kooperationsvereinbarung zur Umsetzung und Finanzierung dieser grenzüberschreitenden Verbindung abgeschlossen.

Die direkte Zugverbindung wird durch die Integration des bestehenden IC Eindhoven-Venlo und der aktuellen deutschen Zugverbindung von Venlo nach Düsseldorf (RE 13) realisiert. Diese Variante bietet im Vergleich zur aktuellen Situation einen 15-minütigen Zeitgewinn zwischen Eindhoven und Düsseldorf. Laut Prognose werden täglich 600 Menschen zusätzlich diese Verbindung nutzen.

„Mit dem direkten Zug werden die lebhaften Städte Eindhoven und Düsseldorf bald noch besser miteinander verbunden. Die Erwartung ist, dass täglich zusätzlich hunderte Fahrgäste den Zug auf dieser Strecke nutzen werden. Und genau das wollen wir: mehr Menschen, die sich für eine gute internationale Verbindung entscheiden“, so Stientje van Veldhoven, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft der Niederlande.

Die Verlängerung des RE 13 ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 geplant. Zu diesem Zeitpunkt endet auf deutscher Seite der derzeitige Verkehrsvertrag des Maas-Rhein-Lippe-Netzes, in dem der RE 13 enthalten ist. Diese Verbindung ist ein weiterer Schritt der Beteiligten den grenzüberschreitenden Zugverkehr auszubauen, indem eine komfortable und stündliche grenzüberschreitende Bahnverbindung angeboten wird, die als umweltfreundlicherer Ersatz für Auto und Flugzeug und als Anreiz für wirtschaftliche Entwicklungen dienen kann. „Mit der Ausweitung der Verbindung leben wir den europäischen Gedanken. Nordrhein-Westfalen und Nordbrabant rücken ein Stück enger zusammen. Gleichzeitig machen wir den ÖPNV in der Region attraktiver“, sagte Hendrik Wüst, Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Foto: Rheinischer Spiegel/oj