Kreis-Jugendamt und FamCare Erziehungshilfe ermöglichen Kindern erlebnisreiche Woche

Tipis, Pferde und jede Menge Indianer: Umgeben von Feldern findet am Rande von Dülken die Ferienfreizeit der „FamCare Erziehungshilfe“ statt. Das Jugendamt des Kreises Viersen hat in diesem Jahr 22 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ausgewählt, die aufgrund ihrer Situation zu Hause nicht in Urlaub fahren können, und ermöglicht ihnen eine Woche Ferienspaß auf der Hofanlage.

Werner Thiel (hinten 2. v.l.), stellvertretender Jugendamtsleiter des Kreises Viersen, Sylwia Wejchening-Glinka (hinten l.), Kreisjugendpflegerin, und Lena Henke (hinten 2.v.r.), Leiterin der FamCare Erziehungshilfe, mit den Teilnehmern des Ferienlagers. Foto: Kreis Viersen

Viersen-Dülken – „Die Kinder erfahren auf spielerische Art soziales Miteinander, sich aufeinander zu verlassen und im Team zu agieren“, sagt Werner Thiel, stellvertretender Jugendamtsleiter des Kreises Viersen. Auch Sylwia Wejchening-Glinka, Kreisjugendpflegerin, freut sich über die Zusammenarbeit mit FamCare. „Die Umgebung und das Programm sind perfekt, um den Kindern eine Auszeit vom Alltag zu geben.“

Das Ferienprogramm gestaltet Lena Henke, Leiterin von FamCare. Während der Woche schlüpfen die Kinder in die Rolle von Indianern und können jeden Tag eine andere Aktivität ausprobieren. Kreative Aktionen wie Schmuck basteln und T-Shirts bemalen stehen genauso auf dem Plan wie Reiten und Bogenschießen. „Am wichtigsten ist uns, dass die Kinder Spaß haben“, sagt Henke. „Das Programm besteht aus vielseitigen Gruppenspielen, die die Kinder fordern und Freude bereiten. Dabei lernen sie unterbewusst und ohne Druck, wie man sich rücksichtvoll verhält.“

Spannend für die Kinder sind die Tiere, die mit in das Programm einbezogen sind. Im Umgang mit dem Hofhund und den Pferden erfahren die Kinder umsichtiges Agieren. Henke hat bereits Erfahrung mit Reittherapie: Seit 2011 bietet sie die Therapie an, auf der seit 2016 die tiergestützte Erziehungshilfe und die Familienhilfe aufbaut.
Während der Woche schlafen die Kinder in der Reithalle. Dort essen sie auch gemeinsam mit den sechs Betreuern. Am Ende der Woche bauen die kleinen Indianer ihre Zelte ab und rollen die Schlafsäcke ein. Doch Traurigkeit kommt nicht auf: Gebasteltes wird verschenkt und die Kinder verlassen den Hof mit vielen Erinnerungen und neuen Freunden – zwei- wie vierbeinig.