Kreis und Städte wollen Chance auf weitere Fördermittel für die Westverlängerung der Regiobahn nutzen

Im vergangenen Jahr wurden wichtige Meilensteine zur Realisierung der Westverlängerung der Regiobahn zwischen dem Haltepunkt Kaarster See und dem Bahnhof Viersen erreicht.

Region – Nach langem Ringen konnte ein regionaler Konsens zwischen dem Kreis Viersen, den Städten Viersen und Willich sowie der Stadt Mönchengladbach zur Westverlängerung der S 28 sowie weiteren bedeutenden Schienenverkehrsprojekten für die Region gefunden werden.

Auch in der Frage der bislang offenen Finanzierung der erforderlichen vorbereitenden Planungsleistungen ging es einen entscheidenden Schritt vorwärts. Die Regiobahn hatte mit Unterstützung des Kreises Viersen einen entsprechenden Förderantrag für Planungsleistungen in Höhe von rund 1,15 Millionen Euro gestellt, der Mitte 2021 mit einer Förderquote von 90 Prozent bewilligt wurde. Seither laufen die Vorbereitungen für die notwendigen Ausschreibungen auf Hochtouren.
Zu Beginn des Jahres 2022 wurde das Förderprogramm des Landes erweitert. Nunmehr sind auch die anschließenden Planungsleistungen bis zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zur Genehmigung der Westverlängerung einer Förderung zugänglich. Dies würde die Realisierung des Projektes einen entscheidenden Schritt weiterbringen.

Der Kreis Viersen hat sich mit den Städten Viersen und Willich dazu entschlossen, die Regiobahn bei einer weiteren Antragstellung für die nächsten Planungsbausteine wieder zu unterstützen. „Die Westverlängerung der S 28 ist ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende in der Region und die Sicherung der Anbindung des Kreises Viersen an die Landeshauptstadt. Mit einem weiteren Förderantrag setzen wir mit den Partnern unsere Bestrebungen zur Umsetzung der Westverlängerung konsequent fort. Das ist eine große Chance, die wir zusammen entschieden nutzen wollen. Daher möchten wir für dieses wichtige Thema alsbald einen Dringlichkeitsbeschluss fassen“, so Landrat Dr. Andreas Coenen.

„Für Willich ist die Westverlängerung ein echter Gewinn. Wir brauchen eine leistungsfähige Anbindung an die Rheinschiene als Alternative zum Auto“, ergänzt Christian Pakusch, Bürgermeister der Stadt Willich.
„Wir begrüßen, dass das Land die Fördermöglichkeiten erweitert hat und arbeiten derzeit intensiv mit unseren Partnern an der Vorbereitung des Antrages“, sagt Stefan Stach, Geschäftsführer der Regiobahn GmbH.
Die Abgabefrist für den Förderantrag ist bereits Ende Januar – mit einer Entscheidung des Fördergebers ist jedoch nicht vor dem Frühjahr zu rechnen. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel

Ein Kommentar

  1. Wichtig ist, das man an den Bahnübergängen denkt, diese zu Entlasten und nicht bis 26 Minuten Wartezeiten.
    Das Währe Fatal und den Pendler so auch der Nahverkehr einen Dorn ins Auge.
    Bevor über dies gesprochen wurde, ist dieses schon vor 5 Jahren Angesprochen worden, und bis heute hört man nichts davon.

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