Kreis verteilt 1600 Notebooks und iPads an kreiseigene Schulen

Der Kreis Viersen wird von Dezember an mehr als 1600 Notebooks und iPads an die kreiseigenen Schulen verteilen. Die Computer werden durch den IT-Service des Kreises komplett eingerichtet.

Kreis Viersen – Die Schulen geben sie an Schülerinnen und Schüler weiter, die zu Hause über kein Endgerät zum Lernen verfügen. Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, auch während der Corona-Pandemie von zu Hause aus am Unterricht teilzunehmen.
Zum Start übergaben Landrat Dr. Andreas Coenen, Kreisdirektor und Bildungsdezernent Ingo Schabrich und Philipp Preußner, Leiter der Informations- und Kommunikationstechnik des Kreises, jetzt die ersten Geräte an das Berufskolleg in Viersen. Dort können sich Schulleiter Karl-Heinz Greverath und seine Stellvertreterin Simone Peeters über je ein Tablet für alle 135 Lehrkräfte sowie zusammen mehr als 250 Tablets und Notebooks für die Ausleihe an die Schüler freuen.

Finanziert werden die Notebooks und iPads mit Mitteln aus dem DigitalPakt von Bund und Ländern sowie mit einem Eigenanteil des Kreises. Angesichts der auch durch dieses Förderprogramm erzeugten bundesweit starken Nachfrage nach mobilen Endgeräten ist es seit dem Spätherbst bei den Großhändlern zu Lieferschwierigkeiten gekommen. Der Kreis Viersen ist von diesen Engpässen jedoch kaum betroffen, weil er zum Start des Programms besonders schnell agiert hat. Der Kreis hat bereits im August insgesamt 916 Notebooks und 700 iPads auf Grundlage der von den Schulen gemeldeten Bedarfe bestellt. Aufgrund des ursprünglich sehr knapp bemessenen Förderzeitraumes wurde nach Veröffentlichung der Förderrichtlinie kurzfristig ein gemeinsamer Workshop mit dem Schulträger und den Schulleitungen durchgeführt, um einheitliche Gerätetypen festzulegen. So konnten die ersten Notebooks und iPads bereits Anfang November an den Kreis geliefert werden. Die übrigen sollen bis Ende des Jahres folgen.


Offizieller Startschuss für den DigitalPakt: Landrat Dr. Andreas Coenen (3.v.r.), Kreisdirektor und Bildungsdezernent Ingo Schabrich (2.v.l.) und Philipp Preußner (l.), Leiter der Informations- und Kommunikationstechnik des Kreises, übergeben die ersten Laptops und Tablets an die Vertreter des Berufskollegs in Viersen. Dort können sich Schulleiter Karl-Heinz Greverath (r.), seine Stellvertreterin Simone Peeters (2.v.r.) und die stellv. Schülersprecherin Melina Möller insgesamt über je ein Tablet für alle 135 Lehrkräfte sowie 150 Tablets und 150 Notebooks für die Ausleihe an die Schüler freuen. Foto: Kreis Viersen

Landrat Dr. Coenen sagt: „Alle unsere Schülerinnen und Schüler müssen auf die bestmögliche technische Ausstattung zurückgreifen können. Das gilt umso mehr in der Corona-Zeit, in der digitale Lernformate eine besonders große Rolle spielen. Es ist darum richtig, dass wir als Kreis den Digitalpakt sehr schnell umgesetzt und die Computer sofort bestellt haben. So können die Schüler schon bald damit arbeiten.“
Die neuen Notebooks und iPads für die Schülerinnen und Schüler finanziert der Kreis Viersen mit Mitteln aus dem Sofortausstattungsprogramm des DigitalPakts. Für die kreiseigenen Schulen bekommt er als Schulträger daraus 405.279 Euro. Der Eigenanteil des Kreises liegt bei circa 45.000 Euro.

Außerdem wird die Anschaffung dienstlicher Endgeräte für Lehrkräfte an den kreiseigenen Schulen über den DigitalPakt mit 295.000 Euro gefördert. Die Lehrer erhalten Dienstgeräte für den digitalen Unterricht, die vollständig über das Land mit bis zu 500 Euro finanziert werden. Die gesamte Fördersumme für die Computer an Kreisschulen über den DigitalPakt beträgt knapp 745.000 Euro.
Parallel zur Beschaffung der Geräte hat der Kreis die verschiedenen Infrastrukturen an den kreiseigenen Schulen auf die Einbindung einer großen Anzahl an mobilen Geräten vorbereitet. So wurde kurzfristig ein zentrales „Mobile Device Management“ (kurz: MDM) eingeführt. Ein MDM ermöglicht die zentrale Verwaltung sowie die standardisierte Einrichtung, Administration sowie Software- und App-Verteilung auf eine große Anzahl von iPads. Weiterhin haben die Schulen über das MDM die Möglichkeit, individuelle Lern- und Arbeits-Apps über den App-Store einzukaufen und auf die jeweiligen Schulgeräte zu verteilen.

Für EDV-und Unterrichtszwecke werden Office- und Lernanwendungen auf den Endgeräten vorinstalliert. Hierzu wurden mit den Schulleitungen Gespräche geführt, um für alle Schulen standardisierte Softwarepakete zusammenstellen zu können.
Die Auslieferung der Endgeräte an die Schulen wird im kommenden Dezember mit circa 100 Notebooks und circa 100 iPads beginnen. Verteilt werden diese an die einzelnen Schulen in enger Abstimmung mit den Schulleitungen. Ab Januar 2021 ist eine monatliche Auslieferungsanzahl von circa 200 Notebooks und circa 250 iPads vorgesehen. Diese Zahl soll im Frühjahr 2021 nochmals gesteigert werden.
Der Kreis wird die zunehmende Digitalisierung seiner Schulen mit einem personell verstärkten IT-Service unterstützen. Durch die Erhöhung der Anzahl an Endgeräten an den kreiseigenen Schulen um mehr als 1600 Stück ist dauerhaft ein höherer Bedarf an Betreuung und Administration erforderlich. Hinzu kommt ein erhöhter Supportbedarf, um bei IT-Fragen oder Störungen eine zeitnahe Unterstützung durch den IT-Service sicherstellen zu können. Der Aufbau eines zentralen IT-Services zur Betreuung der Lehrer- und Schülergeräte ist beim Kreis in der Vorbereitung und soll zeitnah mit der Auslieferung der Endgeräte beginnen und dauerhaft etabliert werden.
Kreisdirektor und Bildungsdezernent Schabrich sagt: „Uns ist wichtig, die Schulen bei der großen Aufgabe der Digitalisierung zu begleiten und zu unterstützen. Nur wenn die Endgeräte ständig gewartet werden und die Schulen die Software ihrer Wahl bekommen können, wird digitales Lernen nachhaltig verankert.“
Kreiseigene Schulen

Die rund 1600 Geräte gehen an folgende Schulen in Trägerschaft des Kreises Viersen:
Rhein-Maas-Berufskolleg, Berufskolleg Viersen, Weiterbildungskolleg Linker Niederrhein, Franziskus-Schule, Förderzentrum West und Förderzentrum Ost. Grundsätzlich erhält jede Lehrerin und jeder Lehrer ein Gerät. Bei der Zahl der Tablets und Laptops für Schülerinnen und Schüler rechnet der Kreis mit einem Bedarf von rund einem Viertel.

Um digitale Medien zusammen mit mobilen Endgeräten (beispielsweise Tablets oder Notebooks) im Unterricht sinnvoll einsetzen zu können, ist an den Schulstandorten ein schneller und leistungsfähiger Internetanschluss die wesentliche Grundvoraussetzung.
Im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus im Kreisgebiet erhalten die Schulstandorte eine eigene Glasfaserbreitbandanbindung vom Netzanbieter Deutsche Glasfaser. Der Ausbau im Kreisgebiet hat bereits begonnen und wird nach derzeitigem Planungsstand im Frühjahr 2021 an den meisten kreiseigenen Schulstandorten abgeschlossen sein.
WLAN-Ausbau des Rhein-Maas-Berufskollegs Nettetal Am Standort Nettetal des Rhein-Maas-Berufskollegs (RMBK) wurde in den Sommerferien 2020 ein vollflächiges WLAN-Netzwerk aufgebaut. In allen Unterrichts- und Lernräumen steht eine schnelle Internetanbindung über WLAN für den Einsatz der mobilen Endgeräte zur Verfügung. Auch für die Schülerinnen und Schüler besteht die Möglichkeit, das WLAN mit eigenen Smartphones und Tablets im Unterricht und zu Lernzwecken zu nutzen. Das Projekt wurde über den DigitalPakt-Schule mit einem Betrag von 36.000 EUR gefördert.
An den anderen RMBK Standorten sowie am Berufskolleg Viersen ist in den meisten Unterrichts- und Lernräumen bereits ein modernes WLAN-Netzwerk vorhanden. Die Förderschulen verfügen an den jeweiligen Standorten über eine punktuelle WLAN-Ausstattung. Der weitere Ausbau befindet sich derzeit in der Planung.