Kreis Viersen appelliert: Besuche in Pflege- und Seniorenheimen einschränken

Angesichts der steigenden Neuinfektionen und Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus appelliert der Kreis Viersen eindringlich, Besuche in Pflege- und Seniorenheimen einzuschränken.

Kreis Viersen – Ein generelles Besuchsverbot über die Quarantäneregelungen in bereits betroffenen Einrichtungen hinaus besteht aktuell nicht. Jedoch setzt Frank Olislagers, Leiter des Sozialamts des Kreises Viersen, auf den freiwilligen Verzicht von Besuchen: „Ich weiß, es schmerzt – aber das Virus kennt keine Ferien und keine Feiertage! Deshalb gilt: Um Ihre Angehörigen zu schützen, reduzieren Sie persönliche Besuche und nutzen Sie andere Möglichkeiten, um in Kontakt zu bleiben – zum Beispiel Telefonate oder Video-Chats. Wenn dies nicht möglich ist: Sprechen Sie sich innerhalb der Familie ab, sodass nur wenige Bezugspersonen in die Einrichtung kommen.“

Zuletzt waren die Zahlen der Infektionen und schweren Krankheitsverläufe auch in den Pflege- und Seniorenheimen stark angestiegen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, kann der Kreis – auf Basis der Allgemeinverfügung des Landes Nordrhein-Westfalen – Besuche in Einrichtungen oder ein Verlassen der Einrichtung zeitweise untersagen. „Das ist allerdings das letzte Mittel der Wahl! Wir setzen darauf, dass freiwillige Besuchseinschränkungen Wirkung zeigen – bevor wir eingreifen müssen“, so Olislagers.

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