Kreis Viersen re-zertifiziert sein Energiemanagement und setzt sich neue Ziele

In den vergangenen Jahren hat der Kreis Viersen sein strategisches Energiemanagement erfolgreich weiterentwickelt. Das System dahinter wurde nun re-zertifiziert. Das geht aus dem Energiemanagementbericht 2019 hervor. Außerdem sanken auch im letzten Jahr Kosten und Verbrauch, sodass selbstgesteckte Energiesparziele für 2021 frühzeitig erreicht wurden. Für die nächsten fünf Jahre setzt sich der Kreis jetzt neue Ziele.

Kreis Viersen – „Seit Einführung des Energiemanagementsystems spart der Kreis Viersen kontinuierlich Ressourcen ein. Vor allem durch die Reduzierung des Brennstoff- und Stromverbrauchs konnten wir die Kosten seit 2013 um rund ein Viertel senken“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Niklas Vath, Energiemanager des Kreises Viersen, ergänzt: „Besonders effizient sind die fortlaufende Optimierung von technischen Anlagen wie Lüftungen oder der Einsatz voreinstellbarer Heizventile. Auch die Erneuerung der Beleuchtung in Schulen, der Verwaltung und verschiedener Außenanlagen haben den Energiebedarf deutlich gemindert.“

Der Erfolg dieser Maßnahmen ist nicht nur durch den sinkenden Verbrauch messbar – auch die kürzliche Re-Zertifizierung des Energiemanagements des Kreises nach ISO 50001 spricht für sich. „Das bedeutet, unser System hält mit den aktuellen Normen der Privatwirtschaft mit und erfüllt umfassende Standards der Energienutzung“, so Vath.

Teil davon sind auch die Entwicklung und Verfolgung strategischer Einsparziele. Diese hatte der Kreis erstmals 2016 formuliert. Die Maßgabe, von 2013 bis 2021 zehn Prozent weniger Strom und 15 Prozent weniger Wärme zu verbrauchen, wurde bereits übertroffen: Sowohl der Wärme- als auch Stromverbrauch wurden um knapp 20 Prozent gemindert.

„Wir ruhen uns auf den guten Ergebnissen nicht aus, sondern suchen stetig neue Möglichkeiten, wie der Kreis noch energieeffizienter werden kann“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Durch das übergeordnete Ziel der Kreisverwaltung, bis 2040 klimaneutral zu sein, steht nun die Reduzierung von CO₂-Emissionen im Fokus.“
Aus diesem Grund soll der CO₂-Ausstoß bis 2025 um ein Viertel gesenkt werden. Erste Schritte hierfür hat der Kreis bereits umgesetzt – etwa den Bezug von zertifiziertem Ökostrom oder Photovoltaik und Solarthermie auf den Dächern der Liegenschaften. „Der Anteil regenerativer Energien soll sich in den nächsten fünf Jahren auf 30 Prozent erhöhen. Deshalb treiben wir den Ausbau unserer eigenen Strom- und Wärmeerzeugung konsequent voran – unter anderem auch beim neuen Kreisarchiv durch eine Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage“, betont Vath.