Kreis Viersen: Etwa 4.000 unterversorgte Haushalte in allen Städten und Gemeinden erhalten Anschluss ans schnelle Glasfasernetz

Nächster Schritt zum flächendeckenden Glasfasernetz im Kreis Viersen: Nach dem privatwirtschaftlichen Ausbau in vielen kreisangehörigen Kommunen kann das Unternehmen Deutsche Glasfaser nun den geförderten Ausbau der unterversorgten Adressen im Kreis Viersen angehen.

Kreis Viersen – Unmittelbar nach dem Erhalt der Förderbescheide von Bund und Land NRW unterzeichneten Landrat Dr. Andreas Coenen sowie Deutsche Glasfaser-Geschäftsführer Dr. Stephan Zimmermann und Peter Kamphuis die Kooperationsvereinbarung für den geförderten Netzausbau. Die Deutsche Glasfaser war als wirtschaftlichster Bieter aus dem kreisseits durchgeführten europaweiten Ausschreibungsverfahren hervorgegangen.

Der Anschluss an ein Glasfasernetz ist entscheidend für die langfristige Attraktivität von Gemeinden und Städten als Wohn- und Arbeitsort. Für Unternehmen ist der Breitbandanschluss ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Kreishaus Viersen besiegelten der Kreis Viersen und die Deutsche Glasfaser nun die Kooperation, mit der über 40 Millionen Euro Fördergelder von Bund und Land NRW nun zum Glasfasernetzausbau eingesetzt werden.

Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und Glasfaser-Geschäftsführer Peter Kamphuis unterzeichen den Vertrag zum Glasfaserausbau im Kreis Viersen. Foto: Kreis Viersen

„Mit der Vertragsunterzeichnung schließen wir die umfangreichen Vorbereitungen unseres Projekts für die digitale Zukunft des Kreises Viersen erfolgreich ab. In allen neun Städten und Gemeinden sollen die Lücken im Breitbandnetz flächendeckend geschlossen werden, um den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeiten der digitalen Zukunft zugänglich zu machen“, sagt Landrat Dr. Coenen. „Wir freuen uns, gemeinsam mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser, dieses Zukunftsprojekt in Kürze in Angriff zu nehmen.“
Deutsche Glasfaser verlegt im Kreisgebiet sogenannte FTTH-Glasfaseranschlüsse („Fiber To The Home“ – Glasfaser bis ins Haus). Etwa 4.000 Haushalte im gesamten Kreis, die eigenwirtschaftlich nicht angeschlossen werden können, haben innerhalb der kommenden zwei Jahre die Möglichkeit, einen Netzanschluss zu erhalten. Dafür werden etwa 700 Kilometer Glasfasertrassen verlegt. Für den Kreis Viersen koordinieren Christian Böker, Leiter des Amts für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen, und Breitbandkoordinator Sebastian Cüsters den Ausbau des Glasfasernetzes.

„Im gesamten Kreis werden wir bis Ende des Jahres über 30.000 Glasfaseranschlüsse privatwirtschaftlich ausgebaut haben. Parallel wollen wir nun auch den geförderten Ausbau angehen, der unser eigenwirtschaftliches Engagement perfekt ergänzt. Der Kreis Viersen zeigt somit beispielhaft, wie Privatwirtschaft und staatliche Förderung Hand in Hand gehen können, um für einen schnellen und flächendeckenden Glasfaserausbau zu sorgen“, sagt Dr. Zimmermann, Geschäftsführer von Deutsche Glasfaser. Die betroffenen Haushalte im Fördergebiet werden gesondert von Deutsche Glasfaser über die nächsten Schritte informiert.