Kreis Viersen hat im Jahr 2019 Aufträge für über 28 Mio. Euro vergeben

Der Kreis Viersen hat im Jahr 2019 Aufträge mit einem Gesamtauftragsvolumen von über 28 Mio. Euro brutto vergeben. Insgesamt wurden 206 Vergabeverfahren durchgeführt, darunter 13 EU-weite Verfahren. Zeitweise wurden 66 Vergabeverfahren parallel bearbeitet. Seit Anfang des Jahres 2016 sind bereits über 500 Vergabeverfahren bearbeitet worden.

Kreis Viersen – Vergeben wurden Aufträge aus den verschiedensten Aufgabengebieten: Diverse Gewerke aus dem Bausektor -zum Neubau des Kreisarchivs-, Beschaffung von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen, Straßenbaumaßnahmen, Versicherungs-, Reinigungs-, Sicherheits- und IT-Leistungen, Energielieferung bis hin zu Beschaffung von Kopier- und Toilettenpapier.
„Rund 30 Prozent der Aufträge mit einem Volumen von rund zehn Mio. Euro sind im Kreis Viersen geblieben“, freut sich Landrat Dr. Andreas Coenen. „Wir stärken mit unserer Zentralen Vergabestelle auch unsere heimische Wirtschaft.“

Seit 2016 hat der Kreis Viersen seine Auftragsvergaben in der Zentralen Vergabestelle gebündelt. Inzwischen nutzen auch die Städte Tönisvorst und Wegberg sowie die Gemeinden Schwalmtal, Grefrath, Niederkrüchten und Brüggen sowie die Schwalmtalwerke (AÖR) die Zentrale Vergabestelle für die Beschaffung ihrer Leistungen.
Die europäischen und nationalen Vorschriften über die Vergabe öffentlicher Aufträge enthalten eine Vielzahl von Regelungen, die der öffentliche Auftraggeber bei der Beschaffung von Leistungen zu beachten hat. „Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunen, die nur gelegentlich Leistungen beschaffen müssen, ist es schwierig und äußerst zeitaufwändig, den Überblick zu behalten und eine Beschaffung sowohl effizient als auch rechtssicher und nachhaltig durchzuführen“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Das war für ihn der Anlass, die Dienstleistung der ZVS auch den kreisangehörigen Kommunen im Rahmen einer Interkommunalen Zusammenarbeit anzubieten.

Foto: Rheinischer Spiegel

Die Plattform zwischen dem Bieterbetrieb, also den interessierten Unternehmen und Handwerkern, und der Zentralen Vergabestelle ist das Portal des Deutschen Ausschreibungsblattes unter www.deutsches-ausschreibungsblatt.de. Angebote werden mit Hilfe einer kostenlosen Software abgegeben. Mit einer einfachen Signatur in Textform wird das Angebot unterzeichnet und bleibt bis zum Eröffnungstermin verschlüsselt. Erst dann kann es von der Zentralen Vergabestelle geöffnet werden. Die Angebotsabgabe über das Portal des Deutschen Ausschreibungsblattes bringt klare Vorteile mit sich. „Die Software weist auf formale Fehler hin und bietet auch die Möglichkeit, das eigene Angebot nochmal zurückzuziehen oder zu korrigieren“, so Michael Inderhees Leiter der Zentralen Vergabestelle. Bei der Erstellung des Angebots unterstützt das Programm den Bieter und führt eine Plausibilitätsprüfung durch. So wird sichergestellt, dass das Angebot vollständig abgegeben wird.

Die weiteren Vorteile der elektronischen Vergabe sind kürzere Bearbeitungszeiten, eine detaillierte Dokumentation, kein Aufwand durch Versand von Vergabeunterlagen und ein vergaberechtskonformes Arbeiten. Wer dennoch Probleme bei der Online-Abgabe seines Angebots habe, kann sich unter der Telefonnummer 02162-39 1224 an die Zentrale Vergabestelle wenden. „Durch eine vollständig elektronisch durchgeführte Vergabe können zum Beispiel Fehler oder Verspätungen bei der Angebotsabgabe reduziert, die Angebotsfristen bis zum letzten Moment voll ausgeschöpft oder die Bieterfragen durch vereinfachte Kommunikationsmöglichkeiten schneller beantwortet werden“, so Michael Inderhees.

Aufgrund der zunehmenden Reglementierung und Digitalisierung ist es besonders wichtig, die Unternehmen mitzunehmen. Auf der Homepage des Kreises Viersen werden die Unternehmen über beabsichtigte und laufende Vergabeverfahren informiert. Außerdem besteht die Möglichkeit für Unternehmen, sich für die Bieterdatenbank der ZVS zu registrieren. Die Bieterdatenbank ist eine Branchen- und Adressdatenbank, die es den der ZVS angeschlossenen Kooperationspartnern ermöglicht, geeignete Bewerber für freihändige Vergaben, Verhandlungsvergaben und beschränkte Ausschreibungen zu finden.
Kleine und mittelständische Unternehmen werden besonders berücksichtigt, da die ZVS darauf achtet, dass Aufträge − sofern möglich − in Lose ausgeschrieben und vergeben werden, so Landrat Dr. Andreas Coenen.