Kreis Viersen: Keine Beiträge für Kita, Tagespflege und Offenen Ganztag im April

Information für Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten, Schwalmtal und Tönisvorst – Der Kreis Viersen verzichtet für den Monat April auf die Elternbeiträge für Kindertagesstätten, Kindertagespflege sowie Angebote aus dem Offenen Ganztag an den Förderschulen. Damit setzt der Kreis Viersen die Lösung um, die die Landesregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden ausgehandelt hat. 

Kreis Viersen – Die Kommunen verzichten für den kommenden Monat auf die Elternbeiträge und erhalten im Gegenzug die Hälfte der entstandenen Kosten vom Land. „Es ist gut, dass es nun landesweit eine einheitliche und faire Lösung gibt“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Für den Kreis Viersen ziehen die fünf Kommunen aus dem Jugendamtsbereich – die Gemeinden Brüggen, Grefrath, Niederkrüchten und Schwalmtal sowie die Stadt Tönisvorst – die Kita-Gebühren ein. Kompliziert wird es zum einen dadurch, dass der 1. April schon sehr nah ist. Zum anderen existieren unterschiedliche Zahlungswege parallel. Es kann also hier und da passieren, dass Eltern den April-Beitrag versehentlich zahlen. „Wir werden aber sicherstellen, dass dann die Beiträge zeitnah rückerstattet werden“, verspricht der Landrat.
Im Einzelnen bedeutet das:

Viele Eltern begleichen die Kosten per Lastschrift. „Hier gehen wir auf alle fünf Städte und Gemeinden zu, damit die Einzüge vor dem 1. April noch gestoppt werden“, sagt Kreis-Bildungsdezernent und Kreisdirektor Ingo Schabrich.
In Fällen, in denen die Eltern die Beiträge eigenständig überweisen, müssen sie selbst den Dauerauftrag stornieren oder die Zahlung rückerstatten lassen.
Sollten Beiträge aufgrund der Kürze der Zeit dennoch versehentlich gezahlt werden, werden sie zeitnah rückerstattet. Die Eltern müssen dies nicht beantragen.
Die Beiträge der Tagespflege fallen erst zum Monatsende an. Der Zeitdruck ist somit in diesem Bereich nicht so hoch. Das Vorgehen ist das gleiche wie in den vorangegangenen Punkten.

Anders verhält es sich mit den Beiträgen zur Mittagsverpflegung („Essensgeld“). Hier sind die Eltern einen Vertrag mit dem jeweiligen Caterer eingegangen – die Träger sind dabei außen vor. Allerdings wird der Kreis Viersen auf alle Träger zugehen und bei der Suche nach einer Lösung vermitteln.

Eltern, deren Kinder Kitas und Angebote der Tagespflege in den Städten Nettetal, Kempen, Viersen und Willich besuchen, müssen sich an die jeweiligen Jugendämter der Städte wenden.