Kreis Viersen steigert Auftragsvolumen deutlich: „Damit stärken wir auch die heimische Wirtschaft“

Der Kreis Viersen hat im Jahr 2020 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 46 Millionen Euro brutto vergeben. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als das Auftragsvolumen bei 28 Millionen Euro lag.

Kreis Viersen – Insgesamt wurden 281 neue Vergabeverfahren auf den Weg gebracht (in 2019 waren es noch 206), darunter 47 EU-weite Verfahren. Zeitweise bearbeitete die Verwaltung 85 Vergabeverfahren parallel.
Seit Gründung der Zentralen Vergabestelle in 2016 sind bereits über 700 Vergabeverfahren bearbeitet worden. Vergeben wurden Aufträge aus den verschiedensten Aufgabengebieten: Diverse Gewerke aus dem Bausektor – etwa zum Neubau des Kreisarchivs -, Planungsleistungen zum Neubau der Förderschule, Beschaffung von Rettungs- und Feuerwehrfahrzeugen, Straßenbaumaßnahmen, Versicherungs-, Reinigungs-, Sicherheits- und IT-Leistungen, Energielieferung bis hin zu Beschaffung von Kopierpapier.

„Unsere Zentrale Vergabestelle bewährt sich, wie die großen Zuwächse beim Auftragsvolumen zeigen“, erklärt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Davon profitiert unsere heimische Wirtschaft. Denn rund 30 Prozent der Aufträge mit einem Volumen von rund fünfzehn Millionen Euro sind im Kreis Viersen geblieben.“
Seit 2016 hat der Kreis Viersen seine Auftragsvergaben in der Zentralen Vergabestelle gebündelt. Inzwischen nutzen auch die Städte Tönisvorst und Wegberg sowie die Gemeinden Schwalmtal, Grefrath, Niederkrüchten und Brüggen sowie der Naturpark Schwalm-Nette, die Schwalmtalwerke (AÖR) und die Sport- und Freizeit gGmbH Grefrath die Zentrale Vergabestelle für die Beschaffung ihrer Leistungen.

Die europäischen und nationalen Vorschriften über die Vergabe öffentlicher Aufträge enthalten eine Vielzahl von Regelungen, die öffentliche Auftraggeber bei der Beschaffung von Leistungen zu beachten haben. „Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kommunen, die nur gelegentlich Leistungen beschaffen müssen, ist die Zentrale Vergabestelle sehr hilfreich. Sie erleichtert es erheblich, Aufträge schnell, rechtssicher und nachhaltig abzuwickeln“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Die Homepage des Kreises Viersen für den Bereich der Zentralen Vergabestelle wurde überarbeitet. Sie wurde so gestaltet, dass interessierte Bieter sofort erkennen, welche Maßnahmen in naher Zukunft umgesetzt werden und welche Vergaben aktuell ausgeschrieben wurden. Durch eine Verlinkung gelangt das interessierte Unternehmen automatisch auf das Portal des Deutschen Ausschreibungsblattes. Hier können die Angebote sofort mit Hilfe einer kostenlosen Software abgegeben werden.

Mit einer einfachen Signatur in Textform wird das Angebot unterzeichnet und bleibt bis zum Eröffnungstermin verschlüsselt. Erst dann kann es von der Zentralen Vergabestelle geöffnet werden. Die Angebotsabgabe über das Portal des Deutschen Ausschreibungsblattes bringt klare Vorteile mit sich. „Die Software weist auf formale Fehler hin und bietet auch die Möglichkeit, das eigene Angebot nochmal zurückzuziehen oder zu korrigieren“, so Michael Inderhees, der Leiter der Zentralen Vergabestelle. Bei der Erstellung des Angebots unterstützt das Programm den Bieter und führt eine Plausibilitätsprüfung durch. So wird sichergestellt, dass das Angebot vollständig abgegeben wird.

Wer dennoch Probleme bei der Online-Abgabe seines Angebots hat, kann sich unter der Telefonnummer 02162-39 1224 an die Zentrale Vergabestelle wenden.
Häufig gestellte Fragen zum Vergabeverfahren werden bereits auf der Homepage des Kreises beantwortet. Weiterhin stehen hier einige Tipps zur Angebotsabgabe zur Verfügung. Zusätzlich können sich Unternehmen jederzeit an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Vergabestelle wenden. (opm)