Kreis Viersen stellt Langzeitarbeitslose ein

Der Kreis Viersen hat die ersten von zehn Langzeitarbeitlosen nach dem Teilhabechancengesetz eingestellt. „Ich freue mich, dass Sie hier sind“, begrüßte Landrat Dr. Andreas Coenen sie gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen, Franz-Josef Schmitz und mit der Vorsitzenden der Trägerversammlung des Jobcenters, Sozialdezernentin Katarina Esser.

Kreis Viersen – Die zwei Frauen und zwei Männer werden im Baubetriebshof, im Niederrheinischen Freilichtmuseum, im Kreisarchiv und im Fuhrparkmanagement eingesetzt.
„Obwohl die Arbeitslosigkeit im Kreis Viersen stetig sinkt, beziehen noch gut 9.000 Menschen langfristig Leistungen vom Jobcenter“, erklärte der Landrat. „Wir wollen deshalb unsere Verantwortung als kommunaler Träger ernst nehmen und aus dem Teilhabechancengesetz gelebte Teilhabe werden lassen. Deshalb wollen wir als Kreis mit gutem Beispiel vorangehen.“ Coenen bezeichnete das Projekt als sozial nachhaltig: „Diese Unterstützung lohnt sich, weil wir es Menschen möglich machen, ihren Lebensunterhalt wieder möglichst eigenständig zu bestreiten.“

Schmitz warb um Unterstützung auch aus der Privatwirtschaft. Ziel sei es, im Kreis Viersen über das Teilhabechancengesetz 120 Arbeitsplätze zu schaffen: „Von dem Projekt profitieren nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber. Die zuständigen Betriebsakquisiteure unterstützen die Arbeitgeber bei der Suche nach geeigneten Arbeitnehmern und helfen bei der Antragsbearbeitung. In den ersten zwei Jahren der Anstellung werden die Lohnkosten vollständig erstattet. Zusätzlich werden die neuen Mitarbeiter im ersten Jahr durch einen Coach begleitet.“ Das Teilhabechancengesetz ermöglicht darüber hinaus gezielte Qualifikationen und Weiterbildungen der Mitarbeiter. Insgesamt ist eine Förderung der Arbeitsverhältnisse bis zu fünf Jahren möglich.
Die besondere soziale Bedeutung des Projektes betonte Esser. „Menschen, die lange aus dem Berufsleben heraus waren, brauchen bei der Rückkehr in die Arbeitswelt Unterstützung. Diese Unterstützung lohnt sich trotz der zusätzlichen Kosten auch für den Kreis Viersen und die Agentur für Arbeit, weil ein Großteil der Kosten dadurch wieder eingespart wird, dass die Menschen dauerhaft unabhängig von Sozialleistungen werden.“ Bis es soweit ist, setzt der Kreis Viersen alles daran, möglichst gute Startbedingungen für die Rückkehr in die Arbeitswelt zu schaffen. So hat der Kreis zwei zusätzliche Stellen für „Kümmerer“ eingerichtet, die die zehn Rückkehrer ganzheitlich betreuen und bei Problemen vermitteln können.

Foto: Kreis Viersen

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