Kreishaus-Kantine führt „Essen in Mehrweg“ ein

Mal schnell einen Kaffee auf die Hand oder ein Salat für unterwegs – was im Alltag oft beiläufig konsumiert wird, hat viel Verpackungsmüll zur Folge. Um für das Thema zu sensibilisieren, beteiligt der Kreis Viersen sich vom 28. Juni bis 2. Juli gemeinsam mit der Kantine „EssBar“ im Kreishaus an der Aktionswoche der bundesweiten Kampagne „Essen in Mehrweg“.

Viersen – Während der Aktionswoche lockt die EssBar mit einer Rabattaktion auf Speisen zum Mitnehmen, für die auf Mehrweg-Behältnisse zurückgegriffen wird. „Die Kreisverwaltung hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Durch die Beteiligung an der Aktionswoche möchten wir im Kreishaus zusätzlich das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit bei den Themen Verpackungsmüll und Gastronomie schärfen“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Christian Böker, Leiter des Abfallbetriebs des Kreises Viersen (ABV), erläutert: „Der Abfallbetrieb des Kreises Viersen möchte in der Abfallberatung zukünftig einen Schwerpunkt auf die Abfallvermeidung legen. Die Aktionswoche im Bereich Mehrweg und Gastronomie nutzen wir dazu als Auftakt. Damit erfüllen wir bereits die Vorgaben, die im neuen Landeskreislaufwirtschaftsgesetz verankert werden sollen.“

Bereits seit 2019 ist die EssBar, die von der Primus Service GmbH betrieben wird, Partner des Pfandbechersystems „Recup“, in dem Heißgetränke to go ausgeschenkt werden. „Passend zum ‚Recup‘ wird nun auch die ‚Rebowl‘ eingeführt – eine wiederverwendbare Schüssel für den Außer-Haus-Verkauf. Mit der Rabattaktion möchten wir die Kundinnen und Kunden motivieren, das Mehrweg-System in der EssBar zu testen“, erläutert Frank Patzke, Betriebsleiter der EssBar. Die Mehrwegschale ist gegen ein Pfand von fünf Euro erhältlich. Die Rückgabe ist bei allen teilnehmenden Rebowl-Systempartnern deutschlandweit möglich.

„Mit dem Mehrweg-System in der EssBar sparen wir nicht nur wertvolle Ressourcen ein, sondern auch Entsorgungskosten für die Verpackungen. Allein ein Mehrweg-Kaffeebecher kann 500 Einweg-Pappbecher ersetzen“, sagt Katharina Jeep vom ABV. Einwegverpackungen werden in der Regel nicht recycelt, da sie zum Großteil in öffentlichen Mülleimern landen. Laut einer Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) fallen für die Entsorgung von Einweggetränkebechern im öffentlichen Raum deutschlandweit jährlich Kosten in Höhe von 120 Millionen Euro an. Die Abfallberatung des Kreises Viersen steht bei allen Fragen zum Thema Mehrweg in der Gastronomie für Privatpersonen und Gewerbetreibende zur Verfügung. Interessierte können per E-Mail über abfallberatung@kreis-viersen.de oder telefonisch unter 02162 / 39 -1998 Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufnehmen. Weitere Informationen zur Kampagne stehen unter www.esseninmehrweg.de/aktionstage/ zur Verfügung. (opm/paz)

V.l.n.r.: Frank Patzke, Betriebsleiter der EssBar; Landrat Dr. Andreas Coenen; Christian Böker, Leiter des Abfallbetriebs des Kreises Viersen; Katharina Jeep, Abfallbetrieb des Kreises Viersen. Foto: Kreis Viersen