Kreiskantine verzichtet auf Pappbecher: Coffee-to-go werden in Pfandbechern verkauft

Der Betreiber der Kreiskantine „essbar“, die Primus Service GmbH, unterstützt die Kreisverwaltung bei ihrem Bemühen, ihre Arbeit nachhaltiger auszurichten und Ressourcen zu schonen. Seit kurzem werden nur noch Mehrwegbecher des deutschlandweit verbreiteten RECUP–Pfandsystems ausgegeben.

Viersen – Die Kunden erhalten ihren Coffe-to-go gegen ein Pfand in Höhe von 1 Euro. Ihre leeren Becher können sie deutschlandweit bei rund 1.500 Partnerbetrieben zurückgeben. Die Becher werden vor Ort gespült und direkt wieder im Kreislaufsystem eingesetzt.
Deutschlandweit werden laut Deutscher Umwelthilfe e.V. pro Stunde etwa 320.000 Einweg-Becher benutzt und in den Müll geworfen. Pro Jahr sind das 3 Milliarden Becher!. Bei den Einwegbechern wegen der Plastikbeschichtung auf der Innenseite ein Recycling kaum möglich – selbst wenn die Becher aus Papierfasern sind. So müssen alleine für Einwegbecher rund 43.000 Bäume pro Jahr gefällt werden.

„Ich wünsche mir, dass möglichst viele Gastronomiebetriebe, Kantinen, Cafés und Bäckereien diesem Beispiel folgen und auf den Einsatz von Einwegbechern und –geschirr komplett verzichten“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „So könnte ein noch größerer Mehrwert erzielt werden, da die Becher dann auch auf einem kurzen Weg wieder zurückgeben können.“
Inzwischen verbannt die „essbar“ weitere Plastikverpackungen aus dem Programm. „Wir verpacken Speisen zum Mitnehmen gegen Pfand in wiederverwendbare Boxen“, erklärt Betriebsleiter Frank Patzke. „So brauchen wir keine Styroporverpackungen mehr. Desserts zum Mitnehmen bieten wir in wiederverwendbaren und verschließbaren Glasschälchen an.“

Landrat Dr. Andreas Coenen (l.) und „essbar“-Betriebsleiter Frank Patzke setzen auf Mehrweg statt auf Einweg. Die Kaffeebecher sind an ein Pfandsystem angeschlossen. Die bisherigen Becher aus Pappe sind damit überflüssig. Foto: Kreis Viersen