Kreisverband Viersen: Zukunft braucht Erinnerung – 70 Jahre Bund der Vertriebenen

Der Viersener Kreisverband des Bundes der Vertriebenen (BdV) beging den diesjährigen Tag der Heimat unter dem Leitwort „Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“ im evangelischen Gemeindezentrum Willich-Anrath. Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung hatte Landrat Dr. Andreas Coenen übernommen.

Kreis Viersen/Willich-Anrath – Der kommissarische 1. Vorsitzende Jürgen Zauner aus Viersen-Dülken begrüßte zusammen mit Dieter Lambertz die Ehrengäste und alle Teilnehmer. Das geistliche Wort sprach Pfarrer Christoph Kückes, der extra für den Tag der Heimat von seiner neuen Wirkungsstätte aus Alt-Oberhausen angereist war. Grußansprachen hielten außerdem Landrat Dr. Andreas Coenen für den Kreis Viersen und der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz für die Stadt Willich.

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Beim Totengedenken wurde stellvertretend für alle Verstorbenen des Vorstandsmitgliedes Gerhard Salewski und des langjährigen BdV-Kreisvorsitzenden Hartmut Perseke gedacht. Eingebettet darin trug Dieter Lambertz das Mundartgedicht „Tuhuus – Zuhause“ vor. Musikalisch umrahmte die bekannte französische Mezzosopran-Sängerin Isabelle Kusari das Gedenken mit den Liedern „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“.
Alfreda Reimann und Dieter Lambertz wurden für ihre Verdienste um den BdV-Orts- und Kreisverband mit dem Ehren- und Verdienstabzeichen der Landsmannschaft Ostpreußen, Landesgruppe Nordrhein Westfalen ausgezeichnet. Die Eheleute Gerhard und Hertha Salewski waren bereits im März entsprechend geehrt worden.

Nach einem Videovortrag über das 1951 errichtete „Kreuz des Deutschen Ostens“ in Dülken als erstem Vertriebenenmahnmal im Kreis Viersen und einer Stärkung am Buffet mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee eröffnete Isabelle Kusari den kulturellen Teil der Veranstaltung mit Liedern aus deutschen Landen mit Beiträgen von den Vertreibungsgebieten bis ins Rheinland und erhielt für ihren Vortrag großen Applaus. Friedel Kluth trug das Mundartgedicht „Alles hät sinne Tiet“ vor und die Anrather „Leddschesweäver“ sangen unter der musikalischen Leitung von Dr. Christoph Carlhoff mehrere Lieder in niederrheinischer Mundart. Mit dem gemeinsamen Singen der 3. Strophe des Deutschlandliedes endete die Feierstunde „70 Jahre Bund der Vertriebenen, Kreisverband Viersen“.

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