Kreuzherrenschule: Ein Schloss findet nach Hause

Am Café Kantinchen waren zahlreiche Gäste zusammen gekommen um der Rückführung des historischen Kastenschlosses von 1491 in der Kreuzherrenschule beizuwohnen.

Viersen-Dülken – Das kunstvolle Kastenschloss, das von der Dülkener Schmiedezunft aus Jülicher Stahl 1491 gefertigt wurde und ursprünglich die Kirchentür der Kreuzherrenkirche zierte, hat am Tag des offenen Denkmals nach Hause in die Kreuzherrenschule zurückgefunden. Passend zur Dülkener Tradition um 11.11 Uhr waren Gäste und Neugierige zusammen gekommen um der Rückführung beizuwohnen. Mit einer geheimen Botschaft versehen hatte die Dülkener Schmiedezunft das Schloss seit der Schließung des Klosters 1802 bis Anfang des 20. Jahrhunderts aufbewahrt, dann dem Archiv der Stadt Viersen übergeben, die es im Laufe der Zeit auch bei einer Ausstellung des Heimatsvereins im Viersener Salon präsentiert hatte.

Foto: Rheinischer Spiegel

Dezernent Dr. Paul Schrömbges war es nun am Wochenende, der mit großer Freude die Dauerleihgabe an „Das große Haus“ übergab. Hier hat es nun im Foyer nach mehr als 200 Jahren seinen Platz gefunden. Dabei berichtete der Dezernent mit Blick auf den neu gestalteten Kreuzherrengarten gekonnt aus der Geschichte, viel erfahren konnten die Besucher ebenfalls von einem der letzten Kreuzherrenmönche, Joe Op de Kamp, aus dem Kreuzherrenkloster in Cuijk (NL). Er berichtete aus dem Klosterleben der Kreuzherren, denen mittlerweile nur noch zwanzig Mitglieder angehören. Das Kreuzherrenkloster Sint Agatha wurde 1371 gestiftet und die Parallelen zur Dülkener Kreuzherrengeschichte wurden fast greifbar, als Gastgeber Ulf Schroeders, der mit seiner Firma DenkX zu seinem heutigen Charme verholfen hatte, das Tuch lüftete und ein Stück Geschichte neu geschrieben wurde. (dt)

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