Künstlerische Fotografien zeigen, wie wichtig Berührungen sind

Seit Alois Alzheimer die nach ihm benannte hirnorganische Krankheit vor fast 120 Jahren erstmals wissenschaftlich beschrieb, hat sich in der Forschung viel getan.

Viersen – Klar ist: Der fortschreitende Abbau von Nervenzellen im Gehirn führt zunehmend zu Einschränkungen der Fähigkeiten. Je mehr Orientierungssinn und Sprachvermögen nachlassen, umso wichtiger werden Berührungen für die Erkrankten. Um dies wortwörtlich in den Fokus zu rücken, fotografiert Kirstin Werkes in eindrucksvollen Bildern die Hände von Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses Maria Hilf und ihrer Enkelkinder, Kinder oder Freunde.

„Das Motto meiner Fotoarbeiten lautet wie das Motto des Welt-Alzheimertages: Demenz – verbunden bleiben. Ich möchte gerne die Verbundenheit zwischen Alt und Jung symbolisieren. In der Einfachheit der Fotografie sollen die unterschiedlichen Lebensstrukturen, die die Haut sichtbar macht, dargestellt werden“, erklärt Kirstin Werkes, die selbst Mitarbeiterin der Viersener Senioreneinrichtung ist. Am Welt-Alzheimertag entstehen so künstlerische Schwarzweiß-Aufnahmen zahlreicher deutlich gealterter und jüngerer Hände, die sich berühren und so Zuneigung, vielleicht Zärtlichkeit, aber auch Vergänglichkeit ausdrücken. Koordiniert und initiiert wird die Foto-Aktion von Sabine Jongmanns, Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes.

„Es ist sehr schön, dass wir im Haus Maria Hilf diese Aktion umsetzen. Ganz besonders freut es mich, dass die Kollegin Gelegenheit hat, ihr Hobby und auch ihre Idee in Verbindung mit dem Welt-Alzheimertag in den Beruf einzubringen“, sagt Jongmanns. Die Fotos werden später im Haus Maria Hilf zu sehen sein. (opm)

Mitarbeiterin und Hobbyfotografin Kirstin Werkes – Foto: St. Augustinus Gruppe

 

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