Lärm vs. Windräder an der Boisheimer Nette

Bereits seit 2020 klagen Anwohner gegen die erteilte Genehmigung zum Bau von vier Windkraftanlagen an der Boisheimer Nette. Am Dienstag dieser Woche legte das Gericht seine vorausgehenden Überlegungen dar, bevor Mitte Februar eine Entscheidung verkündet wird.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Boisheim – Im Dezember 2020 hatte das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, dass der Bau von vier Windrädern an der Boisheimer Nette in Viersen zulässig sei. Bereits 2016 war die Genehmigung erteilt worden, die mittlerweile auf einen neuen Investor, die MLK Consulting GmbH & Co. KG aus Erkelenz, übertragen worden war, nachdem sich die NEW Anfang vergangenen Jahres aus der Boisheimer Windpark-Planung zurückgezogen hatte. Immer noch ansässig beim Landgericht in Mönchengladbach allerdings ist eine Klage von Anwohnern gegen die Betreiber, denn die Anwohner führen neben Schwallwert, Infraschall und Wertminderung ihres Hauses ebenfalls die Gefahr einer möglichen späteren gesundheitlichen Beeinträchtigung aus.

Am Dienstagvormittag dieser Woche kam es zum voraussichtlich letzten Verhandlungstag, am 15. Februar wird die Entscheidung des Gerichts erwartet. Bereits im Vorfeld führte der verhandelnde Richter aus, dass zu hohe Werte nicht ersichtlich seien. Bei dem nächtlichen Schallwert sei von 45,5 Dezibel auszugehen, die Zusatzbelastung der geplanten Anlage beträgt 34,2 Dezibel. Ebenfalls der Infraschall liege nach einem Beschluss es OVG Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2018 unter der Wahrnehmungsschwelle. Auch einer Wertminderung könne das Gericht nicht folgen, da sich bereits eine Kläranlage in unmittelbarer Nähe befindet und weitere Windräder in Betrieb sind.

Dem bisherigen Beratungsergebnis konnte Rechtsanwalt Kaldewei für die Kläger nicht zustimmen, schließlich gäbe es bereits sachdienliche Hinweise, dass sich Infraschallimmissionen auf den gesamten Organismus auswirken. Dem hielten die Rechtsanwälte der Beklagten entgegen, dass es keine gesicherten Erkenntnisse zu einem gesundheitsschädlichen Einfluss gäbe – dies könne auch nicht das Ziel eines Zivilprozesses sein. Da die Anlagen noch nicht errichtet sind, kann zudem nicht vor Ort gemessen werden. Aufgrund dessen wurden die zu erwartenden Werte durch ein Programm berechnet – genau hier sehen die Kläger einen Ansatzpunkt, denn bei geänderten Umständen, wie einem gefrorenen Boden, könne dieser zu Pegelerhöhungen führen. (cs)

Foto: fotoblend/Pixabay

4 Kommentare

  1. Diese Kostenintensive Energiequelle stets Unzuverlässig, da man noch kein Wind bevorraten kann.
    Das Windrad hat einen hörbaren Lärm und der Infraschall kann die Gesundheit gefährden und bis zu Gehörschäden führen.
    Die Natur wird zerrissen, und die ansässigen Tierarten wie Vögel, Insekten, und Fledermäusen werden vertrieben oder durch den Rotoren der Windenergieanlagen zu Opfer fallen.
    In den nächsten Jahren werden wir ein anderes Bild in Deutschland haben, anstatt Vogelarten
    werden immer mehr Rotoren gebaut und alles andere wird weniger in der Natur sein.
    Die Vielfalt macht ein Ende haben.
    Neue Dimensionen und Utopischen Vorstellungen, gewähren manche Menschen in einer Zwangslage, wo andere nicht mehr wissen wie es weitergehen kann.
    Der Mensch wird die Welt mit aller Gewalt verändern.

    Hauptsache ist Energieeinsparungen machen wollen und CO 2 Minimieren, aber trotz keine Flüge gemacht werden mit Personen, werden fast alle Flüge leer Vollzogen. Nur durch Erhaltung der Slots in der EU zu sichern.
    es kann sogar sein das alles was sich die Deutschen so Ausdenken, nicht von den anderen Europäischen Staaten mit vollzogen wird, mal abwarten.
    Schwachsinn die EU und die Verantwortlichen Politiker die sich sowas ausdenken!

    ten Jahren wird der Anblickn

    1. @Realist alle lügen die Sie auflisten sind bereits mehrfach widerlegt und deshalb kommt es zu solchen Urteilen. Hier nochmal der Artikel dazu https://www.energiezukunft.eu/erneuerbare-energien/wind/infraschall-von-windraedern-wurde-jahrelang-ueberschaetzt/ Dann noch etwas zum Raserlärm in Viersen und um Vieren in den Ortschaften wie Dülken oder Boisheim. Wenn Raser mit über 100Km/h Nachts durch Ortschaften rasen finden Sie das ok oder? Oder jede Menge Stadtpanzer (SUV’s) die zum einem Ressourcenverschwendung sind und zum anderen zu viel verbrauchen – und auch sehr laut sind….

  2. Was haben nur alle gegen diese Windkraftanlagen in der Nähe von Wohngebieten?
    Ich verstehe es einfach nicht!
    Wir wollen doch alle ökologisch erzeugten Strom um das Klima zu retten! Oder nicht?
    Die zwei Anlagen zwischen Süchteln und Vorst versorgen lt. Betreiber 5000 Haushalte mit
    Supersauberen Strom!
    Wieviele Haushalte hat Viersen?
    Mal sehen…..
    Ah Stand 07.2020 : 77254 !
    Rechnen wir 77254 : 5000 = 15.4508
    Also aufgerundet 16 !
    Wir brauche also nur 16 Widkraftanlagen im Stadtgebiet von Viersen!
    Leute das sollte doch machbar sein, z.B. von der Bockerte Heide entlang der A61 zum Hohen Busch über die Süchtelner Höhen bis Dornbusch! Da sollten wir doch locker 10 Anlagen aufgestellt bekommen und die restlichen 6 Anlagen? Hey wir haben doch noch genug Felder zwischen Viersen und Süchteln, Viersen und Dülken, Dülken und Boisheim!
    Wir müssen halt alle unsere Opfer bringen um das Klima zu retten!

  3. @far Darrig 16 Windkraftanlagen ist echt wenig und bei dem Sturm heute bringen diese Windkraftanlagen richtig viel. Na dann sollten diese so schnell kommen wie möglich. Sie sind und natürlich diese Redaktion hier hier recht herzlich in die Gruppe „Europäische Energiewende“ auf Facebook eingeladen.

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