Landgericht entscheidet erneut über den Todesfall des fünfjährigen Luca aus Dülken

Nachdem das Landgericht Mönchengladbach in 2017 das Urteil im Todesfall um den fünfjährigen Luca aus Dülken bekannt gegeben hatte, hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass das Verfahren neu aufgerollt wird. Am 16. Juli beginnt nun die erneute Verhandlung, bei der über das Strafmaß entschieden werden soll. Der Angeklagte war bisher zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Viersen-Dülken/Mönchengladbach – Die 7. große Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach hatte mit Urteil vom Juni 2017 den Angeklagten Martin S. wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auf die Revision des Angeklagten hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom August 2018 das Urteil im Ausspruch der verhängten lebenslangen Strafe aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Mönchengladbach zurückverwiesen.

Die 5. Große Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach hatte mit dem daraufhin ergangenen Urteil vom Februar 2019 den Angeklagten gleichfalls zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Auf die Revision des Angeklagten hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom Dezember 2019 das Urteil im Ausspruch der verhängten lebenslangen Strafe aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Mönchengladbach zurückverwiesen.

Der Bundesgerichtshof hat mit seinen Entscheidungen bestätigt, dass der Angeklagte S. des Totschlags, der gefährlichen Körperverletzung und der weiteren Körperverletzung zulasten des Kindes Luca Z. schuldig ist. Hierüber wird deshalb nicht verhandelt. Die nunmehr zuständige 2. große Strafkammer des Landgerichts unter dem Vorsitz des Vorsitzenden Richters am Landgericht Hagen Diepholder hat allein über die Höhe der Strafe für den rechtskräftig festgestellten Totschlag neu zu entscheiden und eine neue Gesamtstrafe zu bilden.