Landgericht eröffnet Verfahren gegen Viersener wegen versuchten Mordes

Im Juli vergangenen Jahres hatte der Viersener Sebastian W. an zwei Stellen seiner Wohnung absichtlich Feuer gelegt. Nur durch Zufall konnte ein gehbehinderter Bewohner des Hauses gerettet werden.

Viersen-Süchteln/Mönchengladbach – Die 7. große Strafkammer des Landgerichts Mönchengladbach hat als Schwurgericht die Anklage der Staatsanwaltschaft gegen Sebastian W. aus Viersen, geboren im November 1983, zugelassen. Dem Angeklagten wird versuchter Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung und versuchter Brandstiftung mit Todesfolge vorgeworfen. Die Hauptverhandlung unter Leitung des Vorsitzenden Richters am Landgericht Lothar Beckers beginnt in dieser Woche, sechs Verhandlungstage sind vorgesehen.

Laut Anklage habe der Angeklagte am Abend des 18.07.2019 in seiner Wohnung in Viersen-Süchteln an zwei Stellen absichtlich ein Feuer gelegt. Die im Obergeschoss gelegene Wohnung habe Feuer gefangen und sei, ebenso wie der Dachstuhl des Hauses, völlig ausgebrannt. Im Obergeschoss habe neben dem Angeklagten der gehbehinderte Zeuge F. gewohnt, der den Brand erst bemerkt habe, als der Hausflur bereits vollkommen verraucht gewesen sei. Der Zeuge F. sei nur durch Zufall durch den Zeugen N. gerettet worden. Dieser, selbst Feuerwehrmann, habe den Brand zufällig entdeckt, als er in der Nähe des Hauses unterwegs gewesen sei. Er habe die Haustüre eingetreten und dann den Zeugen F. aus seiner Wohnung befreit. Der Angeklagte habe beim Legen des Feuers billigend in Kauf genommen, weitere Bewohner des Hauses und Nachbarn durch den gelegten Brand zu töten. (Quelle: Pressemitteilung Landgericht Mönchengladbach)


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