Landrat will Ausbau von Radwegen vorantreiben

Landrat Dr. Andreas Coenen will den Ausbau und die Sanierung des Radverkehrsnetzes im Kreis Viersen weiter vorantreiben. „Nur wenn wir den Menschen ein attraktives Angebot machen, werden immer mehr Lust haben, auf dem Rad zur Arbeit oder zur Schule zu fahren“, erklärte der Landrat.

Kreis Viersen – Gemeinsam mit Christian Böker, Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen des Kreises Viersen, besuchte er jetzt einen neu sanierten Abschnitt des Radwegs an der Ungerather Straße in Schwalmtal. Beginnend an der L371 in Richtung Ungerath hat die Firma Tholen aus Geilenkirchen zwischen Mai und Juli den Radweg an der K 9 auf etwa 1200 Metern Länge erneuert, aktuell erledigt sie dort noch verschiedene Restarbeiten. Die Auftragshöhe lag bei rund 270.000 Euro.

Die Maßnahme ist Teil des diesjährigen Erhaltungsprogramms Radwege des Kreises Viersen. Es umfasst im Jahr 2020 ein Volumen von 960.000 Euro. „Die Erhaltung der Radwege ist für den Kreis ein wichtiges Thema“, sagte Böker. „Wir sind aktuell dabei, das Erhaltungsprogramm auf der Basis der durchgeführten Zustandsbewertung für die nächsten Jahre fortzuschreiben und die identifizierten Sanierungsabschnitte zu priorisieren.“ Insgesamt betreut der Kreis ein Radverkehrsnetz in der Länge von rund 128 Kilometern.

Im Rahmen des diesjährigen Erhaltungsprogramms werden noch die nachfolgenden Sanierungsmaßnahmen durchgeführt:
K 9 Roermonder Straße in Schwalmtal
K 12 Ostumgehung in Grefrath
K 18 Beckersweg in Viersen
K 19 Hardt in Willich.

Der Kreis Viersen verfolgt außerdem ein Radverkehrskonzept, das der Kreistag im September 2019 beschlossen hat. Es nimmt besonders die Radwegeverbindungen zwischen den Orten im Kreisgebiet und in die umliegenden Städte (Krefeld, Mönchengladbach, Venlo und Roermond) in den Blick. Außerdem enthält es begleitende Projekte wie Radabstellanlagen, Radservice und Marketing.
So wurde im April 2020 beim VRR ein Förderantrag zur Errichtung von circa 110 Radboxen „DeinRadschloss“ gestellt, um Pendlern in allen neun Städten und Gemeinden insbesondere an den Haltepunkten des Schienenverkehrs eine sichere Abstellmöglichkeit für ihre Räder anzubieten. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2021.

Ein großes Projekt ist der Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach. Der Kreis Viersen koordiniert die Planungen. Der Radweg soll auf einer Strecke von circa 17 Kilometern die drei Städte Krefeld, Willich und Mönchengladbach verbinden, in denen insgesamt mehr als eine halbe Million Menschen leben.
Die Projektidee ist bereits im Jahr 2016 als gemeinsamer Beitrag im Rahmen des Landeswettbewerbs „StadtUmland.NRW“ entwickelt worden. Inzwischen haben die Projektpartner für die Verbindung eine Machbarkeitsstudie vorgelegt.

„Die Ergebnisse sind für den Kreis sehr erfreulich“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Zum einen wird das erforderliche prognostizierte Radverkehrsaufkommen nachgewiesen, zum anderen wurde festgestellt, dass der Radschnellweg technisch machbar ist. Jetzt muss die Idee realisiert werden.“

Landrat Dr. Andreas Coenen auf dem gerade sanierten Radweg bei Ungerath. Rechts Christian Böker, Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen des Kreises Viersen. Foto: Frank Hohnen/Kreis Viersen