Landwirte brachten einen Funken Hoffnung

Fast vierzig Traktoren versammelten sich am Sonntagabend in Dülken, um geschmückt mit adventlichen Lichtern gemeinsam „einen Funken Hoffnung“ in der Region zu verbreiten.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Staunen und Freude begleiteten am Sonntagabend den Trecker-Korso, der, von der Polizei gesichert, durch die Straßen der Stadt zog. Fast vierzig Traktoren hatten sich erneut zu der Aktion „Ein Funken Hoffnung“ des Vereins „Land schafft Verbindung“ zusammengefunden. Neben verschiedenen Stopps, unter anderem am Dülkener Theresienheim und am Bockerter Weihnachtshaus, wurde der Zug flankiert von klatschenden Zuschauern, denn die Aktion sollte ein Zeichen besonderer Solidarität mit kranken, alten und behinderten Menschen setzen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

„Nachdem seit dem letzten Wochenende schon in anderen Städten Kolonnen mit weihnachtlich geschmückten Treckern unterwegs waren, drehten auch wir heute Abend in Dülken eine kleine Runde“, so die Familie Rauen, die sich aus Viersen dem Korso mit ihrem Traktor angeschlossen hatte. „Wir bringen ‚einen Funken Hoffnung‘ zu den Menschen, die es in der Coronazeit besonders hart haben: die Menschen, die in den Alters- und Pflegeheimen leben und arbeiten. Gleichzeitig wollen wir auch daran erinnern, dass diese Zeiten auch für uns Landwirte keine einfachen sind.“ Stetig steigende Auflagen, geplante Freihandelsabkommen oder politische Entscheidungen, die ihr Ziel nicht erreichen, erschweren die Erzeugung von hochwertigen Lebensmitteln, die im Nachgang günstig verramscht werden sollen. So seien die Preise für den Endkunden zwar zum Teil deutlich gestiegen, diese Spanne erreiche jedoch die Landwirte nicht.

Während Martinszüge, Nikolaus- oder Weihnachtsfeiern in diesem Jahr allerorts ausfallen müssen, zauberte die Aktion der Landwirte nicht nur bei den großen und kleinen „Zaungästen“ ein Lächeln auf die Gesichter. Für die Senioren hatten sich die Teilnehmer zudem etwas Besonderes einfallen lassen und übergaben bei ihren Stopps Schoko-Nikoläuse und Mandarinen an die begeisterten „Silver-Ager“. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz