Landwirte bringen erneut als Lichter-Korso einen Funken Hoffnung

Ab dem 4. Dezember versammeln sich bundesweit Landwirte zur Aktion „Ein Funken Hoffnung“. Ebenfalls im Kreis Viersen und der Region sind adventlich geschmückte Umzüge geplant, die eine wichtige Botschaft enthalten.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Region – Nachdem im vergangenen Jahr die Aktion „Ein Funken Hoffnung“ auf breite Unterstützung traf, ruft der Verein „Land sichert Versorgung“ erneut die Landwirte zur Teilnahme auf. „Im letzten Jahr hat die Aktion mit allen Beteiligten so viel Freude und Hoffnung verbreitet, dass wir jetzt festgelegt haben: Das machen wir wieder! So lange es uns noch gibt!“ Denn so schön und faszinierend die Lichterzüge der Traktoren im ganzen Bundesgebiet sein mögen, hinter ihnen steht eine wichtige und dringende Botschaft.
Jeden Tag geben mehr und mehr deutsche Landwirte auf. Trotz mittlerweile zweijährigem Kampf, Demonstrationen, Gesprächen und Aktionen habe sich die Lage dennoch dramatisch verschlechtert. „Deswegen werden wir jedes Jahr aufs Neue entscheiden, ob wir den Funken fahren können“, so der LsV NRW e. V. „Denn wenn man sowieso schon am Ende ist kann man sich die zusätzliche Zeit, liebevolle Arbeit und den Diesel nicht auch noch leisten.“

In diesem Jahr wurde deshalb das eindringliche Motto „Ein Funken Hoffnung – ohne Bauern geht es nicht!“ gewählt, denn trotz der Coronakrise und ihren Lieferengpässen, die deutschen Landwirte haben weiterhin ihre Arbeit getan und hiermit die Lebensmittelversorgung sichergestellt. „Spätestens bei der Flutkatastrophe Mitte dieses Jahrs wurde deutlich, dass auf die deutschen Landwirte Verlass ist, wenn man sie denn lässt“, so die Initiatoren. „Leider gerät dieses Bewusstsein oft und schnell in Vergessenheit.“

Der Startschuss für die diesjährigen Lichterzüge fällt bundesweit am 4. Dezember, alleine in NRW werden die Landwirte 20.000 Schokoladennikoläuse während des gesamten Dezembers an Kinderkrankenhäuser, Hospize, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen verteilen – alle aus Spendengeldern finanziert.

Auch in Grefrath starten nach Einbruch der Dunkelheit die Traktoren am 4.12., am 5.12. werden sie in Nettetal erwartet. Weiter geht es am 11.12. in Kempen und am 12.12. in Viersen. Wer sie bis dahin verpasst hat, der ist herzlich eingeladen am 17.12. in Dülken, am 18.12. in Krefeld oder am 19.12. in Tönisvorst den Korso der Landwirte am Straßenrand zu verfolgen. Wie auch im vergangenen Jahr werden die genauen Strecken vorab nicht bekannt gegeben. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

9 Kommentare

  1. Eine Frage hätte ich allerdings:Da Nettetal 6 Ortsteile hat,durch welchen fährt der Convoy denn?
    Dülken ist ja als Stadtteil von Viersen aus extra aufgeführt.

        1. Die Veranstalter veröffentlichen weder eine Uhrzeit noch einen Plan der Strecken. Es gehört also schon etwas Glück dazu – aber es ist auf jeden Fall nach Einbruch der Dunkelheit.

    1. Nicht unbedingt, es sind ja immer die jeweiligen Landwirte der Region. Fragen Sie doch am besten einmal bei den Initiatoren nach einem Termin für Neukirchen-Vluyn.

  2. Ein Dank den Landwirten die gerade eine Schwere Erntezeit hinter sich haben, und dann solch ein Event verschiedenen Bürger zugute kommen lassen, damit Ihr Herz Klopft und eine Freude der Weihnachtszeit entsteht. Viele sind in Betreuung und haben oft nicht mal Besuch. Ob Altenheime, Kindergärten, Hospize oder andere Einrichtungen alle werden im Kreis angefahren und die Schockoladennikoläuse werden Verteilt
    Eine Einmalige Sache die schon Kult bekommt

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