Landwirte wollen Blühstreifen anlegen: Landrat empfängt zum Bauernfrühstück

Der Kreis Viersen ist auf einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sehr gut vorbereitet. Das haben Vertreter der Kreisbauernschaft Landrat Dr. Andreas Coenen beim traditionellen Bauernfrühstück attestiert.

Kreis Viersen – Regelmäßige Arbeitsgruppentreffen hätten sehr gute Ergebnisse erzielt, sagte Kreislandwirt Paul-Kristian Küskens: „Aus meiner Sicht sind wir hier sehr gut aufgestellt.“ Im Kreis hat es eine zweitätige Krisenstabsübung gegeben, bei der der Fall simuliert wurde, dass im Kreis Viersen ein totes Wildschwein gefunden wird, das mit dem ASP-Virus infiziert ist. In einem solchen Fall sind umfangreiche Absperrmaßnahmen erforderlich, damit sich die Seuche nicht ausbreitet und nicht auf Schweinezuchtbetriebe übergreift.

Ein weiteres Thema war der Ausbau des mobilen 5G-Datennetzes. „Mit dem flächendeckenden Glasfaserausbau im Kreis Viersen bekommt nicht nur Jeder schnelles Internet, wir schaffen hiermit auch optimale Voraussetzungen dafür, dass die Netzbetreiber ideale Ausgangsbedingungen für den Aufbau ihrer 5G-Netze vorfinden werden“, erklärte der Landrat. Die Landwirte betonten noch einmal, wie wichtig das schnelle mobile Datennetz für die Digitalisierung der Landwirtschaft sei. Ihnen ist wichtig, dass es nicht nur entlang der Verkehrswege und in den Großstädten ausgebaut wird.

Viel zu besprechen gab es auch zum Landschaftsplan, der zurzeit im Westkreis (Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten, Schwalmtal und Teile von Nettetal) aufgestellt wird. Dieser Plan legt fest, wo außerhalb der besiedelten Flächen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen werden. Planungsdezernent Andreas Budde kündigte an, dass der erste Entwurf im Sommer der Politik vorgestellt wird und danach in die vorgezogene Öffentlichkeitsbeteiligung geht. „Die Grenzen der Landschafts- und Naturschutzgebiete wurde vollständig überprüft. Auch die Texte wurden gänzlich neu formuliert, um sie verständlicher, klarer, einheitlicher zu fassen. Neue Entwicklungen wurden ebenfalls berücksichtigt.“ Ein Beispiel: Es ist für die Zukunft vorgesehen, dass die Landwirte ihre Felder in Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten zur Ernteüberwachung mit Drohnen überfliegen dürfen – ohne dass sie jedes Mal einen Antrag zu stellen brauchen. „Uns ist in jedem Fall daran gelegen, dass der neue Landschaftsplan auch anerkennt, dass die Landwirtschaft ein wichtiger Teil der Kulturlandschaft ist und diese auch erhält“, so Kreisvorsitzender Küskens.

Die Landwirte boten dem Kreis außerdem an, auf ihren Äckern Blühstreifen und -flächen zu errichten. Allerdings sollte es für den Ernteverzicht Ausgleichszahlungen geben. Das Ackerland am Niederrhein gehört zu den fruchtbarsten Deutschlands und ist dementsprechend wertvoll.
Der Landrat lädt die Bauern jedes Jahr zum Frühlingsbeginn ins Kreishaus ein, um sich mit ihnen über aktuelle Themen der Landwirtschaft auszutauschen. Daran nehmen Vertreterinnen und Vertreter der Kreisverwaltung, der Kreisbauernschaft, der Landwirtschaftskammer und der Kreislandfrauen teil.

Landrat Dr. Andreas Coenen (2v.l.) lädt Kreislandwirt Paul-Christian Küskens (3.v.l.) und weitere Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft im Frühling traditionell zum Bauernfrühstück ins Kreishaus ein. Foto: Kreis Viersen

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