Leben mit HIV ist anders als Du denkst

Unter diesem Titel gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) ihre neue Broschüre zum diesjährigen Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember heraus. Sie weist darauf hin, wie sich Menschen vor einer HIV-Infektion schützen kann.
Mönchengladbach – „Und sie macht klar, dass ich mich im alltäglichen Umgang miteinander nicht anstecken kann. Dennoch sind HIV-Infizierte immer noch einer irrationalen Diskriminierung ausgesetzt“, sagt Ursula Backes, Stadtärztin und langjährige AIDS-Fachkraft beim Gesundheitsamt. Sie wirbt für Solidarität mit Betroffenen.
2019 haben sich rund 2600 Menschen in Deutschland neu mit dem HI-Virus angesteckt, 540 davon in NRW. Durch frühzeitige sehr wirkungsvolle medikamentöse Behandlung hat sich das Leben der Betroffenen positiv verändert. „Die Virusvermehrung kann soweit vermindert werden, dass der Patient nicht mehr ansteckend ist. Die Lebenserwartung eines HIV-infizierten Menschen ist nicht mehr durch HIV eingeschränkt“, berichtet Backes.
Auch in diesem besonderen Jahr stand die AIDS-Beratungsstelle im Gesundheitsamt durchgängig für Ratsuchende zum Thema AIDS und andere sexuell übertragbare Infektionen bereit. „Die Nachfrage zu unserem kostenlosen und anonymen Beratungs- und Testangebot war ungebrochen hoch. Zur Zeit führe ich 10 bis 15 Beratungsgespräche am Tag“, so Backes weiter.
Informationen zur AIDS-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes finden sich unter stadtmg.de/aids.
Die Broschüre der BzgA steht auf der Webseite http://www.welt-aids-tag.de zum Herunterladen bereit. (PMG)