Leserbrief: Meine Meinung zur Arbeit der Viersener Verwaltung in Reimen

Ein etwas ungewöhnlicher Leserbrief erreichte uns, mit dem ein Viersener Senior seinem Unmut zu ganz unterschiedlichen Problemen in den vier Stadtteilen Luft macht macht. Als Hoppeditz reimt er vom Alten Markt, über Hundekot bis hin zum Tiefensammler. 

Leserbrief – Für über 600.000 Euro wurde der Alte Markt neu gemacht,
hat das für diese viele Kohle wirklich was gebracht?
Verschlimmbessert nennen ihn viele,
sind das zum Erhalt der schönen Innenstadt die geplanten Ziele?

Aus Viersen ziehen die Firmen weg,
in die Arbeitsplätze reißen sie ein großes Leck.
Die, die neu kommen bringen nicht gerade die Menge an Arbeitsplätzen mit,
kein Wunder das die Idee „keine Steuern“ kippt.

Müssen die Bürger dafür herhalten, dass die Stadt hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht?
Höhere Steuern zahlen wir alle, wo bleibt die bei den Wahlen versprochene Pracht?
Mit Hundekot kann man die ja nicht bezahlen,
der sorgt nämlich für immer größere Qualen.

Passend dazu die Leerstände in der Fußgängerzone,
die sind beileibe nicht gerade ohne.
In Viersen, Dülken, Boisheim und Süchteln werden die Passanten weniger,
da hilft auch kein Fassadenprogramm der falsch lächelnden Prediger.

Die nächsten Jahre müssen wir mit dem Tiefensammler bangen,
wäre das nicht schon gegangen, als der Erschließungsring wurde angegangen?
Und warum müssen für den Parkplatz der Baumaschinen Bäume fallen,
hört keiner die Warnungen unserer lieben Erde hallen?

Der Kreis Viersen geht das Gülleproblem an,
wo ist die Stadt Viersen, hat die keine Aktien daran?
Wir machen uns Sorgen um unser Trinkwasser,
sonst wird unsere Gesundheit immer blasser.

Viersener Kurve noch so ein Thema,
passt die in das Viersener Arbeitsschema?
Mehr Lärm und Belastung, mit Volldampf voraus,
bisher war die Arbeit der Stadt kein Grund für Applaus.

Nun wurde auch noch der Haushalt verschoben,
waren die Zahlen nicht so viel wert wie der Druckbogen?
Überzeugen konnte er die Ratsmitglieder nicht,
weil der Haushaltsentwurf der Stadt nicht mit Zahlen besticht.

Auch das Alkoholverbot ist eine von so vielen Sachen,
die Bevormundung ist nicht gerade zum Lachen.
Jahrelang vorher ging es ohne,
warum schafft die Stadt keinen Platz für die betroffenen Personen?

Wenn die SPD-Bürgermeisterin und der Rest ihres Kreises es nicht kann,
dann müssen halt die Bürger ran.
Dann heißt es nicht nur anjemacht,
sondern auch mal angepackt.

Nur meine Meinung, doch steh ich nicht allein,
vieles in der Stadt ist mittlerweile eine Pein.
In diesem Sinne verbleibe ich,
er ist wieder da, euer Hoppeditz.

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Foto: Rheinischer Spiegel