Literatur: Das unerfüllte Grundgesetz

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Heribert Prantl fordert vehement: „Lesen wir diese Sätze in Artikel 14 Absatz 2 des Grundgesetzes mit der Zärtlichkeit und der Leidenschaft, die sie verdienen, denn sie sind das soziale Herz der Verfassung“. In seiner neuen Streitschrift „Eigentum verpflichtet – Das unerfüllte Grundgesetz“ zeigt er dem Leser mit klaren Worten, was für jeden Einzelnen und die Gesellschaft daraus folgt.

Literatur – In den ersten Jahrzehnten des Grundgesetzes hatte sich die soziale Marktwirtschaft entwickelt – eine Wirtschaft, der soziale Pflichten und Verantwortungen auferlegt wurden. Doch in den letzten Jahren wurde der Sozialstaat sukzessive blasser. Gelockerter Kündigungsschutz, Hartz IV, das reduzierte Engagement im sozialen Wohnungsbau und nicht zuletzt horrend steigende Mieten, die durch Wohngelder eher angeheizt als verhindert wurden… Heribert Prantl wählt starke Worte, wenn es darum geht, die sozialen Zustände in Deutschland zu beschreiben.

Was aber ist die Lösung? Sozialstaat und Demokratie gehören unbedingt zusammen, so Prantl. Und: Es ist notwendig, Solidarität nicht als Versatzstück zu betrachten, sondern konkret als Aufgabe des Staates zu sehen. Nur so, davon ist er überzeugt, lässt es sich verhindern, dass die Menschen nationalistischen und totalitären Versuchungen erliegen. „Wenn der Sozialstaat funktioniert, ist er Heimat für die Menschen“, so Prantl. Es erfordert Mut, aber am Ende steht Glück, das Glück der Solidarität.

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Stichwort: Eigentum verpflichtet

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