Live-Ticker: „Sabine“ wütet in Viersen

Unser Live-Ticker bietet Ihnen Informationen zum Sturm „Sabine“ – Trockene Äste und frei fliegende Zeitungen säumen bereits die Straßen. Der Rheinische Spiegel hält Sie zu aktuellen Vorkommnissen auf dem Laufenden – stetig aktualisiert.

Viersen – Das Orkantief „Sabine“ hat mittlerweile Deutschland erreicht und wird in den kommenden zwei Tagen über die Republik hinwegfegen. Bis zu 120 km/h sollen erreicht werden, nicht nur in der Stadt Viersen bleiben morgen die Schulen geschlossen.

17:40 Uhr – Angegriffene Fichten-Bestände wurden vom Wind weiter ausgedünnt
Die Städtischen Betriebe haben nach dem Durchzug des Orkantiefs „Sabine“ am Wochenende eine erste Bilanz gezogen. Danach sind die vom Wind verursachten Schäden deutlich hinter dem zurückgeblieben, was nach früheren Stürmen befürchtet worden war.
Im Stadtbereich sind wenige Bäume umgefallen. Außerdem wurden einige Bäume vom Sturm so stark bewegt, dass sie möglicherweise die Verbindung zu wichtigen Wurzeln verloren haben. Diese „angeschobenen“ Bäume werden in den nächsten Tagen kontrolliert. Dabei wird überprüft, ob sie noch standsicher sind. Genaue Zahlen kann die Stadt erst vorlegen, wenn diese Überprüfungen abgeschlossen sind.
Die Bäume im Bereich der Sportplätze wurden kontrolliert. Hier sind keine Gefahrenstellen festgestellt worden. Die Plätze sind für den normalen Sportbetrieb geöffnet.
Im Wald sind vor allem etliche Fichten umgefallen. Die Bestände sind bereits durch Trockenheit und den Borkenkäfer stark angegriffen und entsprechend anfällig für Sturmschäden. Insgesamt sind nach den Feststellungen der Städtischen Betriebe überwiegend nur einzelne Bäume umgestürzt. Flächige Ausfälle wie bei früheren Stürmen hat es dagegen nicht gegeben.
Am Wildgehege wurde der äußere Zaun durch umgestürzte Bäume beschädigt. Diese Schäden wurden sofort beseitigt. Alle Tiere sind weiterhin in den Gehegen. Auf den Friedhöfen der Stadt sind keine Ausfälle bei den Bäumen festgestellt worden.
Die Hauptwirkung des Sturms waren ausgebrochene Äste. Diese werden in den kommenden Tagen beseitigt, soweit sie eine Gefahr bilden. Die Stadt rät, auch mit Blick auf den weiterhin starken Wind, in den nächsten Tagen den Wald möglichst zu meiden. Generell ist in der Nähe von Bäumen Vorsicht angesagt.

17:30 Uhr – Feuerwehr Viersen musste zwei Bäume von der Straße räumen
Die Feuerwehr Viersen hat in der Nacht zum Montag, 10. Februar 2020, noch zwei sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. In Dülken und Alt-Viersen war jeweils ein Baum umgestürzt. Wehrleute der hauptamtlichen Wache beseitigten Äste, die die Fahrbahn blockierten. Beide Einsätze dauerten weniger als eine Viertelstunde. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Viersen am Sonntag und Montagmorgen knapp 20 Einsätze als Folge des Sturmes. Alle Alarmierungen konnten zügig bearbeitet werden. Das Konzept, die Gerätehäuser frühzeitig zu besetzen, hat zu der schnellen Erledigung beigetragen. Bewährt hat sich auch der Einsatz von Erkundern, die für ein zuverlässiges Lagebild sorgten. Rund 150 Kräfte der Feuerwehr Viersen waren aufgrund des Sturmes am Sonntag aktiv.

Die Feuerwehr Viersen beobachtet weiterhin die Entwicklung der Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung inzwischen von „Unwetter“ auf „markantes Wetter“ herabgestuft. Bis Mittwoch bleibt es danach stürmisch. Der Wind lässt aber allmählich nach.

15:30 Uhr – Noch keine Entwarnung: Wetterlage soll am Montag so bleiben wie bisher
„Im Kreis Viersen hat der Orkan Sabine bisher keine außergewöhnlichen Vorkommnisse verursacht“, resümiert Kreisbrandmeister Rainer Höckels am Montagvormittag. „Wir hatten in der Nacht zum Montag etwa 80 Einsätze. Ausgerückt sind die Feuerwehrleute vor allem, um etwa umgeknickte Bäume von Straßen zu entfernen.“ Mehr als 500 Einsatzkräfte der Feuerwehren und 60 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk standen in den Zentralen im Kreisgebiet bereit, um sofort handeln zu können. „Wir hatten sie prophylaktisch in die Zentralen einberufen, damit sie direkt vor Ort sind und nicht erst mit dem eigenen Fahrzeug raus ins Unwetter müssen. Wir waren damit sehr gut aufgestellt und mussten nicht alle in Anspruch nehmen.“ Aufgrund dieser Bilanz ist Landrat Dr. Andreas Coenen erleichtert: „Ich bin sehr froh, dass bis auf Sachschäden nichts weiter passiert ist. Ich danke allen Helferinnen und Helfern, die am Wochenende und in der Nacht bereitstanden.“
Entwarnung gibt es noch nicht: Laut Einschätzung von Höckels wird die Wetterlage im Laufe des Montags so bleiben. „Wer sich draußen aufhält, sollte noch immer vorsichtig bleiben.“

08:02 Uhr – Heute Morgen setzte der Deutsche Wetterdienst die Stufe Rot/Stufe 3 auf Stufe Orange (Warnungen vor markantem Wetter/Stufe 2) für den größten Teil der Bundesrepublik und auch für unsere Region zurück. Damit ist der Orkan zwar schwächer geworden, aber noch nicht vorbei. Bis 08:30 Uhr gibt es eine Warnung vor einzelnen Gewittern. Dabei gibt es schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 85 km/h (24m/s, 47kn, Bft 9) und 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10).

22:00 Uhr – Das Orkantief „Sabine“ hat im Viersener Stadtgebiet bis 22 Uhr für insgesamt 17 Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Bisher sind keine Verletzten durch den Sturm bekannt. Die Feuerwehr beobachtet die Entwicklung weiterhin aufmerksam. Der größte Teil der Einsätze ergab sich durch einzelne Bäume, die umgestürzt waren oder umzustürzen drohten. In Dülken fiel ein Baum auf die Oberleitung der Bahn. Die Feuerwehr sicherte die Unglücksstelle bis zum Eintreffen der Fachleute der Deutschen Bahn. Diese werden sich um die genaue Schadensanalyse und die Beseitigung kümmern.

Im Süden Alt-Viersens mussten fünf Menschen ihre Wohnungen in den oberen Etagen eines Mehrfamilienhauses verlassen. Hier hatte der Wind die Fassade und eine Decke im Haus beschädigt. Die Feuerwehr Viersen und hinzugerufene Fachleute des Technischen Hilfswerks (THW) sperrten die Wohnungen. Das genaue Ausmaß des Schadens muss von Bauexperten begutachtet werden. Die Bewohner haben privat eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden.

20:00 Uhr – Die Feuerwehr Viersen hat bis 20 Uhr am Sonntag, 9. Februar 2020, insgesamt neun sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Dabei wurden Bäume gesichert oder beseitigt, die umgekippt waren oder umzukippen drohten. Um 20 Uhr waren vier weitere Einsätze in Arbeit. Es gab geringe Sachschäden. Verletzte Menschen auf Grund des Sturms wurden bisher nicht gemeldet.

19:27 Uhr – In Viersen wird heute Abend mit Böen bis zu 103 km/h gerechnet. In der Nacht erwartet der Wetterdienst Böen bis zu 92 km/h, morgen früh Böen bis zu 87/88 km/h.

18:54 Uhr – Die ersten Mülltonnen fliegen
Versuchen Sie während eines Sturm nicht Gegenstände, die herumfliegen aufzuhalten!
Nutzen Sie Ihren PKW nur wenn es unbedingt notwendig ist!
Sollten Sie den Notruf 112 oder 110 wählen, fassen Sie sich sehr kurz!
Die Einsatzkräfte können ggf. – je nach Priorität – nicht sofort zu Ihnen kommen. Nutzen Sie den Notruf in der Wartezeit nur dann, wenn sich die Situation stark verschlimmert!

18:30 Uhr – Auf der Freiheitsstraße im Bereich der alten Post sind Teile der Tiefensammlerabsperrung umgefallen.

18:00 Uhr – Feuerwehr Viersen ist bereit -Gerätehäuser sind vorsorglich besetzt
Die Feuerwehr Viersen berichtet mit Stand von 18 Uhr von einem ruhigen Einsatzverlauf am Sonntag, 9. Februar 2020. Wegen der angekündigten Orkanböen im weiteren Verlauf der Nacht zum Sonntag sind vorsorglich alle Gerätehäuser besetzt worden. Außerdem stehen Erkunder der Feuerwehr in allen Stadtteilen bereit.

17:50 Uhr – Bahn stellt Zugverkehr in ganz Deutschland ein

15:05 Uhr – In Süchteln ist ein rund 60 Jahre alter Baum Opfer des ersten Windes geworden. Am Äquatorweg begrub er einen Carport unter sich. Hierbei wurden fünf geparkte Autos beschädigt. Nach ersten Informationen gibt es keine Verletzten. Vier Wehrleute der Hauptwache sorgten dafür, dass der von dem Baum blockierte Hauseingang und eine Garageneinfahrt wieder benutzt werden konnten. Der Einsatz dauerte 20 Minuten.


Verhalten bei Sturm: Notruf für Notfälle freihalten – Auf die eigene Sicherheit achten