llegaler Handel mit Chemikalien im Tonnenbereich – Polizei durchsucht Wohnungen in Nettetal und Mönchengladbach

Nach umfassenden Ermittlungen in einem Verfahren wegen Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen vollstrecken Kriminalbeamte der Polizei Mönchengladbach heute in Mönchengladbach und Nettetal fünf Durchsuchungsbeschlüsse. Außerdem werden zwei Haftbefehle vollstreckt.

Nettetal/Mönchengladbach – Bereits im April 2018 im deutsch-niederländischen Grenzgebiet illegal entsorgte Abfälle von Chemikalien haben die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Am Anfang stand die Arbeit des für die Grundstoffüberwachung zuständigen Dezernates des Landeskriminalamtes NRW, ohne die ein Einstieg in zielgerichtete Ermittlungen nicht möglich gewesen wäre.

Aufgabe dieser Dienststelle ist die Überwachung des Handels mit Chemikalien, die für die Herstellung von Beäubungsmitteln verwendet werden können. Ausgehend von den abgelagerten Kunststoffbehältern haben die Ermittler eine Spur zu einer Nettetaler Firma verdichtet, die mit Chemikalien handelt. Mitte 2019 übernahm das für organisierte Kriminalität zuständige Kommissariat der Polizei Mönchengladbach im Auftrag der Staatsanwaltschaft Krefeld die Bearbeitung des Falles. Zeitintensive und sehr aufwändige Ermittlungen begründeten einen Tatverdacht gegen den 66-jährigen Inhaber des Nettetaler Unternehmens und zwei Männer (55/23) aus Mönchengladbach.

Ihnen wird vorgeworfen Chemikalien aus dem legalen Wirtschaftskreislauf entnommen und illegal an Abnehmer weitergegeben zu haben, die damit synthetische Drogen, wie zum Beispiel Ecstasy und Amphetamin, herstellten. Die Ermittlungen belegen den illegalen und schwunghaften Handel mit Chemikalien im zweistelligen Tonnenbereich. Die Staatsanwaltschaft Krefeld erwirkte Haftbefehle gegen den 66-Jährigen und den 55-Jährigen. Gegen die Abnehmer und Hersteller von illegalen synthetischen Drogen werden anderenorts neue, separate Strafverfahren geführt. Um die diesbezüglich laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden, können dazu jetzt keine weiteren Angaben gemacht werden./(wr) (605/Gemeinsame Presseerklärung der StA Krefeld und der Polizei Mönchengladbach)