Lohn-Plus für systemrelevante Jobs – 4.200 Mitarbeiter im Kreis Viersen

Lohn-Plus für Ernährer: Wer im Kreis Viersen Lebensmittel herstellt oder Getränke abfüllt, bekommt deutlich mehr Geld. Um bis zu fünf Prozent steigen die Einkommen in der Branche, teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit.

Kreis Viersen – „In der Corona-Pandemie ist deutlich geworden, wie sehr es auf die Ernährungsindustrie ankommt. Damit Supermarktregale voll bleiben, machen die Beschäftigten in vielen Betrieben Überstunden und Sonderschichten. Für ihre systemrelevante Arbeit erhalten sie nun eine faire Anerkennung“, sagt NGG-Regionalchef Karim Peters. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Lebensmittelindustrie im Kreis Viersen rund 4.200 Menschen in 79 Betrieben.

In der nordrhein-westfälischen Süßwarenindustrie steigen die Löhne zum Juni um 2,5 Prozent – im kommenden Jahr gibt es ein weiteres Plus von noch einmal 2,5 Prozent, so die NGG. Die Einkommen in der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie erhöhen sich ebenfalls um insgesamt fünf Prozent. Beschäftigte in der Milchverarbeitung erhalten rückwirkend zum April 2,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr – und eine steuerfreie Corona-Prämie von 250 Euro. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rheinisch-Westfälischen Brauereien gibt es eine 750-Euro-Prämie und im kommendem Jahr 2,4 Prozent beim Lohn oben drauf.

„Vom Einkauf der Rohstoffe über die Produktion bis hin zur Logistik – ohne den Einsatz der Beschäftigten in der Ernährungsindustrie wäre die Versorgung der Bevölkerung nicht gesichert. Jetzt wird diese Arbeit deutlich besser bezahlt“, unterstreicht Peters. Beschäftigte, die keine Lohnerhöhung bekommen, sollen sich an die Gewerkschaft wenden, so die NGG.

Die Ernährungswirtschaft gilt als viertgrößter Industriezweig Deutschlands. In Nordrhein-Westfalen beschäftigt die Branche laut Arbeitsagentur knapp 150.000 Menschen in 3.300 Betrieben. Zu den Firmen, die an Rhein, Ruhr und Weser produzieren, zählen unter anderem Haribo, Lieken, Nestlé, Lindt, Sinalco, Warsteiner, Diebels, Storck und Dr. Oetker. (opm/paz)

Foto: StockSnap/Pixabay

2 Kommentare

  1. Völlig normal und logisch, aber es gibt Schweine die den deutschen Rentner die hier die Kriegsdreck entsorgt haben und Deutschland mit viele Überstunden aufgebaut haben und denen eine Strafe auferlegt wurde und keine Rentenerhöhung gegeben wurde trotz hohe Preissteigerung. Gleiches mit der Einheitsrente der Zukunft. Wer fleißig war wird hier Bestraft. Politiker bekommen höhere Tantiemen. Wo ist hier eine Gerechtigkeit? Menschen für Schuldig zu sprechen die die Zeche zahlen. Auch die Zahlungen als Ausgleichzahlung für die Rentenversicherung einfach nicht zu Überweisen seit 2 Jahren ist Betrug ,denn die Rentenkasse gehört den Leistungsträgern und nicht die Schmutzige Regierung. Die Beamte Sind die nicht zahlungswillige Personen die als Schmarotzer aus der Rentenkasse Rehabilitationen und Pensionen einfach entnehmen. Dem muss ein Ende gesetzt werden.

  2. Was ist mit uns Reinigungskräfte? Sind wir nicht relevant.. Wir haben in der Pandemie Büros Toiletten und so weiter gereinigt, hat jemand für uns geklatscht oder mal danke gesagt??????

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