Lokale Töne auf der Kulturbühne feierten „Vier sind Viersen“

Bevor die ersten Stunden im August eingeläutet wurden, lockte ein musikalischer Heimatabend bei freiem Eintritt an den Hohen Busch. Ein Höhepunkt des diesjährigen Programms, der bis zur letzten Sekunde zum Feiern aufforderte. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Direkt vier Bands brachten Partylaune zur Viersener Kulturbühne, auf der erstmals an diesem Abend der neue Viersen-Song der Earls live vom Wind in alle Stadtteile getragen werden konnte.
Den Nachmittag eröffnete allerdings zunächst gekonnt die Nettetaler Band „Alrighty Then“. Angekündigt mit Funk und Soul wurde schnell klar: Heute ist Feiern mit Party-Vibe angesagt. Einige der Bandmitglieder können auf mehr als 25 Jahre Band und Bühnenerfahrung zurückgreifen. Auch wenn alle Musiker sich selbst als Amateure darstellen, so überzeugte ihr Auftritt mit einer einnehmenden Professionalität, der sich das Publikum nicht entziehen konnte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Der positiv angeheizten Stimmung der Gäste konnte Moderator Roland Zentgraf passend vor dem zweiten Act noch ein wenig Hochspannung untermischen. Schließlich brillierte an diesem Abend die bekannte Viersener Band „The Earls“ nicht nur in neuer Formation, ebenfalls mit viel Neugierde erwarteten die Besucher den neuen Viersen-Song mit Ohrwurmgarantie. Dieser nämlich setzte sich im vergangenen Jahr aus vierzehn Einsendungen beim Wettbewerb „Dein Song für Viersen“ durch und darf sich nun als offizielles Stadtlied präsentieren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

In die Tasten haute Dieter Karis, das Schlagzeug wusste Gunter Halmdienst zu spielen, begleitet von Dieter Pschibil am Bass sowie Klaus Betzing und Heinz Möskes an den Gitarren. Gesang? Den bestreiten geschickt Rüdiger Vogel und mit einer klanglich passend überzeugenden Stimme, Carina Möskes. Wer bis dahin nicht wusste, warum ihr Lied den Hauptteil der Wettbewerbs-Stimmen geholt hatte, der sang spätestens beim Refrain mit … Viersen gewinnt. Zusammen wunderbar. Viersen gewinnt. Das ist doch sonnenklar. Gemeinsam bauen wir die Zukunft. Kommt mit und seid dabei. Woher du kommst, das ist doch einerlei.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

An die „alten Hasen“ der Vierscher Musikszene schloss sich die noch recht junge Band „Fourfold“ aus dem Raum Mönchengladbach an. Gegründet für „Jugend jazzt“ kann sich der musikalische Nachwuchs nicht über zu wenig Auftritte beklagen. Ganz im Gegenteil, der frische Wind, den Fourfold bei ihrer handgemachten Funk-, Soul- und Fusionmusik auf die Bühne bringen ist gefragt und sorgt dafür, dass der nächste Auftritt dieser Band garantiert dick im Kalender markiert wird.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Last but not least gehörte der Abend einer weiteren absoluten Kultcombo. Das Vierscher Ratpack, angelehnt an die Größen der amerikanischen Film- und Musikgeschichte und mit der gleichen Vorliebe zu einem guten Whiskey oder einer Zigarre, hat längst nicht mehr nur Swing und Jazz im Blut. Vor einem Jahr feierte Don Jenver, Verzeihung, Markus Jacobs, auf der Kulturbühne mit dem Vierscher Ratpack und gekonnten Country-Klängen Premiere und konnte erneut bei der Neuauflage begeistern. Bedauern, dass Cäcky Francis senior krankheitsbedingt ausfiel. Grandios ihre Stimmen, berauschend ihr Charme, gepaart mit einer starken Setlist – eine Erfahrung, die in Viersen längst zum „Must have“ zählt. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming