„Luisa ist hier!“ – Kein Platz für sexualisierte Gewalt im Kreis Viersen

„Luisa ist hier!“ – Kreis Viersen setzt Projekt in Kooperation mit dem Frauenzentrum Viersen um. Die Frage „Ist Luisa hier?“ ist ein Code, mit dem sich Frauen in Kneipen, Bars oder Clubs an das Personal wenden können, wenn sie sich bedroht oder belästigt fühlen.

Kreis Viersen/Viersen – Der Kreis Viersen und das Frauenzentrum Viersen e.V. wollen das Projekt „Luisa ist hier“ im Kreis etablieren. Landrat Dr. Andreas Coenen, Ingo Schabrich, Kreisdirektor und Dezernent für Soziales und Arbeit, Frank Olislagers, Leiter des Sozialamtes, und Farina Lassak vom Frauenzentrum unterzeichneten am Donnerstag im Kreishaus eine entsprechende Vereinbarung.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Hilfsangebot für sicheres Feiern von Mädchen und Frauen im öffentlichen Raum. Die Frage „Ist Luisa hier?“ ist ein Code, mit dem sich Frauen in Kneipen, Bars oder Clubs an das Personal wenden können, wenn sie sich bedroht oder belästigt fühlen. Die betroffene Person muss dann keine weiteren Erklärungen abgeben, sondern erhält diskret und unauffällig Hilfe. Die Mitarbeitenden rufen beispielsweise ein Taxi oder bieten der Person einen Rückzugsort an.

Landrat Dr. Andreas Coenen begrüßt die Umsetzung des Projektes: „Die Kampagne macht deutlich: Für sexualisierte Gewalt ist im Kreis Viersen kein Platz. Wir hoffen, dass das Projekt dazu beiträgt, dass sich alle Frauen und Mädchen in der Öffentlichkeit sicher fühlen können.“
Das Frauenzentrum Viersen ist für die Auswahl der Lokalitäten und eine entsprechende Schulung des Personals zuständig. Ob ein Lokal an der Kampagne teilnimmt, erkennen Frauen durch Informationsplakate und Aufkleber auf den Damentoiletten. Der Kreis Viersen unterstützt die Kampagne jährlich mit 20.000 Euro (www.luisa-ist-hier.de).

Foto: Kreis Viersen