LVR-Klinik Mönchengladbach verlegt temporär drei Stationen nach Viersen

Ab sofort befinden sich drei Stationen der LVR-Klinik Mönchengladbach im Haus 30 der LVR-Klinik Viersen. Hintergrund sind Sanierungsarbeiten am Trinkwasserleitsystem der historischen Gebäudeteile in Mönchengladbach. 

Viersen-Süchteln/Mönchengladbach – Aufgrund dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten am Trinkwasserleitungssystem mussten der historische Gebäudeteil (Haus B) der LVR-Klinik Mönchengladbach Anfang November vollständig geräumt werden und 60 Betten vorrübergehend in die LVR-Klinik Viersen ausgelagert werden. „Wir sind dankbar, dass wir innerhalb des Klinikverbundes eine Bleibe gefunden haben und uns die Kolleg*innen aus Viersen unterstützen“, so Dr. Stephan Rinckens, Ärztlicher Direktor. Betroffen sind die Stationen BE, B1 und A2 der Abteilung „Allgemeinpsychiatrie und Suchtmedizin“ unter der Leitung von Frau Dr. Ferfers (Ärztliche Leitung) und Herrn Helgers (Pflegerische Leitung). Die Bauarbeiten werden voraussichtlich mindestens ein Jahr dauern. Die gerontopsychiatrische Station B2 wird während der Bauphase im Haus A der LVR-Klinik Mönchengladbach (2. Etage) zu finden sein.

Dem Pflichtversorgungsauftrag am Standort Mönchengladbach wird die Klinik weiterhin nachkommen. Die Aufnahme der Patient*innen sowie die Einleitung der Behandlung erfolgt deshalb am Standort Mönchengladbach. Bei einer erforderlichen längerfristigen Behandlung wird bei der Weiterentwicklung der Behandlungsplanung zeitnah individuell entschieden, welche Station und welcher Standort für die Weiterbehandlung der Patient*innen am besten geeignet ist. Bei Bedarf werden die Patient*innen auf die Stationen BE, B1 und A2 auf dem Gelände der LVR-Klinik Viersen verlegt.

Auf der Station BE (30.2.) werden vorwiegend Patient*innen von 18-30 Jahren mit Erkrankungen aus dem allgemeinpsychiatrischen Spektrum wie Psychosen, affektive Störungen, Persönlichkeitsstörungen sowie sogenannte Doppeldiagnosen behandelt.
Auf der Station B1 (30.1.) werden Patient*innen mit Abhängigkeitserkrankungen behandelt. Wie die gesamte Klinik arbeitet sie nach dem Prinzip der gemeindenahen Versorgung, kooperiert mit den anderen Suchthilfeeinrichtungen in Mönchengladbach und ist Teil des sozialpsychiatrischen Versorgungskonzeptes der Stadt. Bei der Station A2 (30.4.) handelt es sich um eine allgemeinpsychiatrische Station zur mittel- und längerfristigen Behandlung von Patient*innen über 30 Jahren mit Erkrankungen wie bspw. affektive Störungen, Psychosen und Persönlichkeitsstörungen. (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel