LVR-Tagesklinik Nettetal ist Bindeglied zwischen ambulant und stationär

Ein gemütlicher Strandkorb, ein offenes Entree und aktuell wunderschöne Naturfotografien einer ehemaligen Patientin – in der Tagesklinik Nettetal des LVR herrscht eine Wohlfühlatmosphäre. Eröffnet wurde sie in Lobberich vor einem guten Jahr.

Nettetal – Angekommen – das ist die Tagesklinik der LVR-Klinik Viersen in Lobberich. Von Beginn an war die Belegung stets hoch. Das unterstreicht die Notwendigkeit einer wohnortnahen Versorgung. „Das ist besonders in der psychiatrischen Behandlung von großer Bedeutung“, sagt Dr. Ralph Marggraf, Ärztlicher Direktor. Insgesamt verfügt die Tagesklinik auf dem Sassenfelder Kirchweg 10 über 20 Behandlungsplätze.

Die Behandlungsschwerpunkte liegen bei Depressionen, Psychosen sowie Angst- und Suchterkrankungen. Dabei versteht sich das tagesklinische Angebote als Bindeglied zwischen einer ambulanten und einer vollstationären Versorgung. Dabei sieht der Ablauf vor, dass die Patientinnen und Patienten zwischen 8 und 16 Uhr vor Ort an den therapeutischen Angeboten teilnehmen und die restliche Zeit in ihrem Zuhause verbringen. „Über weite Strecken bleibt die Selbstständigkeit erhalten“, erklärt Pflegedienstleiterin Ute Neumann. Sie ergänzt: „Ein Vorteil für unsere Patientinnen und Patienten ist beispielsweise, dass sie nicht aus ihren sozialen Bezügen herausgerissen werden.“

Foto: LVR-Klinik

Die breitgefächerte und individuell abgestimmte Behandlung erfolgt in der Tagesklinik Nettetal durch Fachärztinnen und –ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologinnen und Psychologen, Sozialarbeiter/-innen sowie Ergo- und Sporttherapeuten/-innen und Mitarbeitende der Pflege. Es werden Einzel- und Gruppentherapien angeboten – bei Bedarf auch Gespräche unter der Einbindung von Angehörigen und Bezugspersonen.

Die Kosten der tagesklinischen Behandlung, die montags bis freitags erfolgt, werden von der Krankenkasse getragen. Voraussetzung ist die Vorlage einer Einweisung zur teilstationären Behandlung durch die behandelnde Ärztin/ den behandelnden Arzt.