„Mama, ich möchte unbedingt Bimmelbahn fahren!“

Erneut lockte am Samstag das Weihnachtsgebimmel in die Viersener Innenstadt. Zwischen Rathausmarkt und Sparkassenvorplatz pendelte dabei wieder die Bimmelbahn, die der adventlichen Aktion ihren Namen gab.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Das Citymanagement der Stadt Viersen hatte sich für das diesjährige Weihnachtsgebimmel in der Fußgängerzone einiges einfallen lassen und so lockte ein facettenreiches Programm, bei dem die Bimmelbahn sechs Stunden lang jede halbe Stunde meist gut gefüllt von einer Haltestelle – vom Rathausmarkt, über Remigiusplatz und Fußgängerzone – zur nächsten, immer angeführt vom Schaffner Herr Pomorin, der dem Gefährt den nötigen Platz verschaffte, vorbei am Weihnachtsmann tingelte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Jede Haltestelle, die gut an Schildern mit passendem Heimatshoppen-Hinweis zu erkennen waren, bot sich eine neue Aktion, die abwechslungsreich nicht nur bei den kleinen Besuchern Neugierde weckte. Ob nun einen großen Weihnachtsbaum für Zuhause auswählen, den eignen, kleinen Tannenbaum schmücken, Holzanhänger gestalten oder gar frisch geschminkt als Tiger durch die Fußgängerzone flanieren, die Bimmelbahn-Route sorgte für die adventliche Flamme in der aktuell so tristen Zeit.
Musikalisch begleitet unter anderem vom Posaunenchor von Ramiz Imerov oder der Singer-Songwriterin Jasmin Siebert aus Kaarst fand sich schnell das eine oder andere noch fehlende Weihnachtsgeschenk und unterstützte dabei den heimischen Einzelhandel.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Apropos Viersener Firmen, heraus stach in diesem Jahr ein bekannter Name, auch wenn er bereits zur Vergangenheit der Stadtgeschichte zählt. In die leerstehenden Räume an der Hauptstraße 61 lud nämlich erstmals der Heimatverein Viersen zu einem Kaiser’s Kaffee-Basar ein. Porzellan, Werbeschilder und Fotos konnten aus dem Bestand des Vereins für Heimatpflege Viersen e. V. für den guten Zweck erworben werden. Der Basar öffnet nochmals am 10. Dezember von 11 bis 15 Uhr.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Wer dann gerade vom Geist der Nächstenliebe erfüllt war, der blieb zudem gerne am Stand der Viersener Tafel oder der Notfelle Niederrhein stehen. Die engagierten Organisationen waren nur zwei der unterschiedlichen Angebote, die bis zum Nachmittag hinein auch für den einen oder anderen Schnack zu ihrer Arbeit Zeit fanden. Dann fand das Weihnachtsgebimmel zwar seinen Abschluss, aber überall blieben die Besucher gerne stehen und verweilten bei einem Glühwein, als die reduzierte weihnachtliche Beleuchtung die Fußgängerzone erhellte, langsam Ruhe einkehrte und aus dem lebendigen Treiben gemeinsame Momente ganz im Sinne der adventlichen Zeit wurden. (nb)