Masken für die Großen und die Kleinen – Viele fleißige Hände unterstützen bei der Herstellung und Verteilung

Die Produktion läuft: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Kitas und der anderen Tagespflege-Einrichtungen nähen Mund-Nase-Masken. Die Teilnehmerinnen der „Junge-Mütter-Gruppe“ sitzen ebenfalls fleißig an den Nähmaschinen für Kinderklinik, Allgemeinen Sozialen Dienst & Co. 

Viersen – So entstehen kleine Masken für kleine Menschen, große Masken für Erwachsene. Zunächst sollte damit der Allgemeine Soziale Dienst ausgestattet werden. Inzwischen hat sich der Kreis der Empfängerinnen und Empfänger erweitert.

Am Anfang stand eine einfache Idee: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wegen der weitgehenden Schließung ihrer Einrichtungen im Home-Office tätig sind, wollten die Kolleginnen und Kollegen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) unterstützen. Denn der ASD kann seine Arbeit nicht vollständig ins Büro und ans Telefon verlegen. Also sollten einfache Mund-Nase-Masken entstehen, die beim persönlichen Kontakt eingesetzt werden können.

Masken-Nähen für andere, da ist die „Junge-Mütter-Gruppe“ gern dabei. Teilnehmerinnen dieser sonst wöchentlich stattfindenden Zusammenkunft sitzen an den Nähmaschinen. Organisiert wird dieses Angebot vom Kinder- und Jugendzentrum ALO in Dülken gemeinsam mit der Fachstelle Frühe Hilfen des Jugendamtes. Die Frühen Hilfen sind hier mit ihrem Baustein „Konkret – Begleitung für Familien und junge Mütter“ engagiert.

Foto: Stadt Viersen

Die ersten Masken wurden bereits benutzt: Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASD, Erwachsenen in den aufgesuchten Familien und Kindern. Zwar kann niemand gezwungen werden, einen solchen Schutz zu tragen. Wenn aber für alle Masken zur Verfügung stehen, sollte das Vorbild der Trägerinnen und Träger auch die restlichen Beteiligten motivieren. Die Besuchten dürfen die Masken behalten und sollen sie weiterhin bei Bedarf einsetzen.

Ein besonderes Merkmal der Jugendamtsmasken: Man kann sie nicht also solche erkennen. Denn sie sind aus unterschiedlichen Stoffen und nach verschiedenen Schnittmustern entstanden. Die erste Lieferung an den ASD ist bereits innerhalb des Jugendamtes verteilt. Bei Bedarf werden weitere Masken nachgelegt.

Die Näherinnen und Näher sind aber weiterhin fleißig. Die Masken werden dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden. Zum Beispiel in Einrichtungen, in denen junge Menschen leben und betreut werden. Auch die Kinderklinik am AHK wird gerne versorgt. Verwendet werden können die einfachen Masken überall, wo sie bei der Beachtung der Hygieneregeln helfen. Ein Ersatz für Spezialprodukte im medizinischen Bereich sind sie nicht.

Unterstützung gibt es auch von anderer Seite. Die Süchtelner Baustoffe Rainer Schnäbler steuerten spontan 600 Euro für den Kauf von Stoff bei. Chef Rainer Schnäbler sagte, ihm lägen Gesundheit und Schutz der Kinder besonders am Herzen. Er lobte das Engagement der Beteiligten, die in vielen Stunden zu Hause den Schutz nähten. Auch wenn die Unternehmen aktuell Einbußen verzeichneten, müsse man über den Augenblick hinaus denken. Weitere Unterstützer haben sich bereits gemeldet.

Jugenddezernentin Cigdem Bern lobte die Initiative, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Kooperationspartnern ausging: „Es ist ein Zeichen gelebter Solidarität, über die Erledigung der eigenen Aufgaben im Home Office hinaus Zeit und Mühe aufzuwenden, um andere in ihrer Arbeit zu unterstützen.“ Die Empfängerinnen und Empfänger der Masken wertschätzten dieses Signal in einer schwierigen Zeit.