Messe der Freude in St. Cornelius verband Karneval und Glauben

Regen und Sturm hielten die Karnevalisten nicht ab die Dülkener St. Corneliuskirche zu füllen. Gemeinsam waren sie mit dem Orpheumschor zusammengekommen, um bei der Messe der Freude gemeinsam zu danken.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Unter dem Dach einer der größten Pfarrkirchen des Rheinlandes hatten sich die Gläubigen zur traditionellen Messe der Freude versammelt. Begleitet von den Klängen des Orpheumschors hatte Pfarrer Jan Nienkerke eine Predigt in Reimform vorbereitet.

Foto: Rheinischer Spiegel/Tobias Großer

Liebe Schwestern, liebe Brüder, Karneval feiern wir wieder. Während überall die Narren toben, sind wir heut hier, um Gott zu loben“, so Pfarrer Jan Nienkerke. „Doch sollen wir in dieser Zeit, die Frohsinn bietet weit und breit, gar traurig in der Kirche sitzen und beim Beten auch noch schwitzen?
Das wäre nicht im Sinn des Herrn, auch er hatte die Freude gern. So dürfen wir auch heute lachen und Menschen eine Freude machen.“ Er erinnerte daran, dass schon seit langer Zeit zu diesem Fest auch die Karnevalsmesse gehört, an der ebenfalls die Prinzenpaare teilnehmen.

„Auch das Motto der Session kennen Dölker Narren schon: ‚Die Sonn, die looch, et Stripke steet, in Dölke wett man wi-et jeet‘. So schön hat das noch nie geklungen wie vom Prinzenpaar gesungen. Und dabei haben sie raffiniert, ‚Gloria Tibi Dülken‘ integriert. Das muss Viersen erst mal bringen: Die Hymne frank und frei zu singen! Ich finde das ganz wunderbar denn eines zeigt uns das ganz klar: Die Dölker brauchen sich nicht verstecken im Karneval der Vierscher Jecken.“

Foto: Rheinischer Spiegel/Tobias Großer

Mit Freude erinnerte er zudem an die wichtige Botschaft des Friedens untereinander: „Und so bitte ich euch heut, die ihr euch von Herzen freut, seid recht lieb zu jedermann, damit man euch stets loben kann. Jesus nennt uns Schwestern, Brüder, diese Botschaft bringt er rüber. Darum sind wir alle gleich, ganz egal, ob arm, ob reich, gehen wir auf andere zu, Gott ermuntert uns dazu. Nehmen wir sie in die Mitte, das ist Jesu große Bitte. Ganz egal, woher wir kommen, und das gilt nicht nur für die Frommen: Ob Viersen, Dülken, Süchteln, Boisheim, es könnte überall was los sein: wenn wir nicht auf das Trennende sehn, sondern in seinem Geist zusammenstehn.“ (nb)