Mietobergrenzen: Verunsichern die Bürgermeisterin und die VAB Mieter aus Eigeninteresse?

Die Diskussion um das Thema Mietobergrenzen zwischen Stadt Viersen und Kreis Viersen geht weiter, immer noch habe es keine Gesprächsbereitschaft der Stadt gegenüber dem Kreis gegeben. „Gut, dass die Bürgermeisterin der Stadt Viersen nun sagt, worum es ihr wirklich geht: die Mietverhältnisse der städtischen Wohnungsbaugesellschaft“, so der Kreis Viersen. Aus einem Eigeninteresse heraus tausende Menschen zu verunsichern mache betroffen, denn niemand würde aus seiner Wohnung vertrieben.

Viersen – „Gut, dass die Bürgermeisterin der Stadt Viersen nun sagt, worum es ihr wirklich geht: die Mietverhältnisse der städtischen Wohnungsbaugesellschaft.“ So reagiert der Pressesprecher des Kreises Viersen, Markus Wöhrl auf die geäußerte Befürchtung der Stadt, Mieter der Wohnungsbaugesellschaft VAB müssten ihre Wohnungen verlassen. „Die VAB erzielt seit Jahren Gewinne von über einer Million Euro, die sie anteilig an die finanzschwache Stadt ausschüttet.“ Laut Geschäftsbericht der VAB ist ein Grund für diese erfreulichen Ergebnisse „eine konsequente Nutzung von Mietsteigerungsoptionen und ein straffes Mahnwesen“.“

Aus Sicht des Kreises sei festzustellen: „Aus einem Eigeninteresse heraus tausende Menschen zu verunsichern macht betroffen. Der Kreis ist zuständig für alle Leistungsempfänger im Kreisgebiet und er verhält sich rechtskonform. Richtig ist, dass es sich hier um eine komplizierte Rechtsmaterie handelt, die nicht einfach zu verstehen ist.

Niemand wird aus seiner Wohnung vertrieben und steht auf der Straße. Jedem Einzelfall wird nachgegangen. Deshalb schaltet der Kreis Viersen erneut seine Hotline. Alle besorgten Mieter können sich melden unter der Hotline 02162 / 39-1605.

Die Bürgermeisterin macht sich Sorgen um den mit der Fallbearbeitung verbundenen Verwaltungsaufwand im Kreisgesundheitsamt, im Kreissozialamt und im Jobcenter. Die Sorgen können ihr genommen werden. Der Kreis hat über seine eigenen Ämter und das Jobcenter den besseren Überblick. Schon vor zwei Jahren hat der Kreis seine ständige Gesprächsbereitschaft erklärt und als Fachaufsicht sein Entgegenkommen sogar dadurch bekundet, ein gemeinsames Monitoring aufzusetzen. Allerdings versteht der Kreis unter Gesprächsbereitschaft erkennbar etwas Anderes als die Stadt Viersen.“

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