Mit dem „Corona-Topf“ gemeinsam durch die Pandemie

„Gemeinsam da durch“ lautete der Werbeslogan der Sparkassen bundesweit während des Corona-Lockdowns im Frühjahr. Auch bei der Stadtsparkasse hingen entsprechende Plakate und es wurde nach diesem Motto unter sehr herausfordernden Bedingungen weitergearbeitet, um nicht nur die Bargeldversorgung in Mönchengladbach zu sichern, sondern zudem auch unzählige Förderkredite und Anträge auf Tilgungsaussetzungen in Rekordzeit zu bearbeiten. So wurde insbesondere Firmen- und Gewerbekunden aber auch Privatkunden in einer schwierigen Situation möglichst unbürokratisch geholfen.

Mönchengladbach – Genau in dieser Zeit entstand die Idee, auch gemeinnützigen Vereinen und Organisationen finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Die Spendenkampagne „Corona-Topf“ richtete sich an alle, die Einbußen durch die Corona-Krise erlitten haben. Insgesamt 50.000 Euro Fördermittel stellte die Stadtsparkasse im „Corona-Topf“ zur Verfügung, nachdem zahlreiche gemeinnützige Vereine und Institutionen ihre Aktivitäten herunterfahren oder ganz einstellen mussten.

Bereits nach kurzer Zeit lagen 37 Förderanträge vor, die allesamt die Förderbedingungen erfüllten. „Mit den Fördergeldern aus dem Corona-Topf unterstützen wir ganz unter-schiedliche Gesellschaftsbereiche, die alle eines gemeinsam haben: Einbußen durch Corona“, erläutert Hartmut Wnuck, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse. „Die Fördergel-der fließen zum Beispiel an Sportvereine, in den besonders stark betroffenen Kulturbereich, aber auch in die Bereiche Bildung, Brauchtum und Soziales,“ so Wnuck weiter. Die Auszahlung der Spendengelder hat bereits begonnen.

Als einer der ersten Vereinsvertreter nahm Michael Heinemann, Vorstandsmitglied des Vereins Zornröschen die Sparkassen-Spende entgegen. „Während der Schließung von Kindertagstätten und Schulen waren natürlich auch unsere Beratungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Persönliche Termine in unserer Beratungsstelle wurden zeitweise wegen der gesetzlichen Bestimmungen unmöglich“, berichtet Heinemann.

Gleichzeitig sind dem Verein, der seine Hilfsangebote vollständig aus Spenden finanziert und zu etwa einem Drittel aus Fachleistungsstunden, die gegenüber der Stadt Mönchengladbach abrechnet werden, die Einnahmen drastisch weggebrochen. Unter anderem ist festzustellen, dass Zuwendungen aus familiären Anlässen ausbleiben, weil entsprechende Veranstaltungen nicht stattgefunden haben. „Mit der Sparkassenspende von 5.000 Euro können wir das Minus in der Kasse etwas reduzieren “, hofft Alexander Blum, Abteilungsdirektor PrivateBankingCenter der Stadtsparkasse anlässlich der symbolischen Spendenübergabe.

Auch bei kleineren Spendenbeträgen aus dem Corona-Topf der Stadtsparkasse war die Freude groß. Dies stellte zum Beispiel der SC Viktoria 04 Rheydt unter Beweis. Dessen Vereinsvorsitzender Günter Holz berichtet von erheblichen Einnahmeausfälle im Vereinshaus, das bereits seit über einem halben Jahr nicht bewirtschaftet werden kann. „Deshalb fehlen nicht nur die Einnahmen, wir mussten auch Vorräte in erheblichem Umfang entsorgen,“ schildert Günter Holz.

Wie vielfältig die Probleme durch die Corona-Pandemie sind, wird beim Hundesportverein HSV Rheydt 1909 deutlich. Hier half die Sparkassenspende über 1.000 Euro, um das Loch in der Kasse zumindest teilweise zu stopfen. Es war entstanden, nachdem zahlreiche Kursangebot und Veranstaltungen sowie die Verbandsmeisterschaft abgesagt werden mussten.

In der Hermann-Gmeiner-Schule nahm nicht nur die stellvertretende Schulleiterin Angelika Weitz, sondern auch die Schülerinnen und Schüler den Spendenscheck über 1.000 aus den Händen von Jutta Meisenberg, stellvertretende Filialleiterin der Sparkassenfiliale Morr, mit großer Freude entgegen.

„Die Hermann-Gmeiner-Schule konnte das geplante Schulfest nicht durchführen und auch der Martinszug ist bereits abgesagt“, schildert Angelika Weitz. Vom eingenommenen Geld des Schulfestes sollten alte Klettergerüste durch neue ersetzt werden. Deshalb wird die Schule einen Spendenlauf durchführen und das erlaufene Geld mit einem Betrag der Zuwendung durch die Stadtsparkasse ergänzen. Durch den Ausfall des Martinszugs entfallen weitere Ein-nahmen für die Schule. „Trotzdem möchten wir aber für alle elf Klassen je zwei große Weckmänner kaufen und diese im Klassenverband verzehren. Auch dies ist uns mit der Spende möglich gemacht worden“, berichtet Angelika Weitz dankbar.

Obwohl sich der Corona-Topf zwar vollständig geleert hat, stellt die Stadtsparkasse weitere Hilfen ist Aussicht. Die Pandemie ist noch längst nicht überstanden und viele Spät-folgen gerade im wirtschaftlichen Bereich werden erst noch zu Tage treten. „Wir werden weiterhin überall dort helfen, wo wir dies können“, verspricht Hartmut Wnuck. „Nicht nur mit Förderkrediten und Tilgungsaussetzungen im Firmenkundenbereich, sondern auch mit weiteren Spenden für Vereine und Institutionen.“ Informationen hierüber gibt es auf der Sparkassen-Homepage unter www.sparkasse-mg.de oder in den 26 Sparkassenfilialen in Mönchengladbach.