Mit dem Fahrrad entlang grüner Felder: Großes Interesse bei der Viersener Höfe-Tour

Zur diesjährigen Viersener Höfe-Tour öffneten vier Landwirte ihre Betriebe. Von Dülken nach Viersen und wieder zurück hatten sich die Gastgeber viel für kleine und große Besucher einfallen lassen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Die Podeste an dem Strohschweinestall der Familie Rauen waren ununterbrochen besetzt, ohne einen Blick hinein ging kein Besucher der Viersener Höfe-Tour, avancierten die Ferkel doch zu den heimlichen Stars. Dicht an dicht lagen sie im Stroh und wurden beäugt nicht nur von den kleinen Besuchern, die den vierbeinigen Nachwuchs sofort in ihr Herz geschlossen haben. Nur ein Highlight der diesjährigen Höfe-Tour, die vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband e. V. und der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen e. V. initiiert wurde und an der sich im Stadtgebiet Viersen vier Höfe beteiligten. Im Viersener Ompert waren das direkt zwei Betriebe.

Bei Familie Rauen (www.rauenhof.de) lockten so nicht nur die Strohschweine, deren Fleisch unter anderem im eigenen Hofladen an jedem 1. und 3. Freitag und Samstag im Monat angeboten wird. Ebenfalls die KLJB Dülken, die Landfrauen oder der Imkerverband Viersen-Stadt hatten sich einiges einfallen lassen. Keramikschweine wurden ebenso bemalt, wie sich eine Chance ergab über die Anlage von Staudengärten zu fachsimpeln. Seit mehr als 50 Jahren widmet sich der Rauenhof der Schweinehaltung. Der traditionsreiche Familienbetrieb mästet seit 2017 die Schweine im neu erbauten Stall mit Stroh, viel Bewegungsfreiheit und frischer Luft. Eine tiergerechte Haltung und ein verantwortungsvoller Umgang stehen hier weit oben auf der Prioritätenliste. 

Ein umfangreiches Angebot bot der Rauenhof bei der diesjährigen Höfe-Tour. Foto: Rheinischer Spiegel

Nur wenige hundert Meter weiter hatte auch der Reiterhof Siemes ein umfangreiches Angebot auf die Beine gestellt. Ponyreiten für Kinder, Kutschfahrten oder Vorführungen luden zum Verweilen ein. Die Münder allerdings blieben vor allen Dingen dann staunend offen, als die Shire Horse, die größte Pferderasse der Welt, über den Hof geführt wurden. Ein riesiges Gelände, welches von außen so nicht sichtbar war mit sechzig Pferden, zwei Reithallen, Dressurplatz oder Springplatz boten genug Platz für die interessierten Besucher, die gerne an der diesjährigen Höfe-Tour teilnahmen.

Ein stetes Kommen und Gehen – die Öffnung der Höfe zog zahlreiche Besucher auch in Dülken an, wo am Morgen die Höfe-Tour auf dem Drößerhof mit der Kartoffelkönigin eröffnet wurde. Passend, denn hier drehte sich alles um den Kartoffelanbau und so bot der Hof zudem Einblicke in die Lagerung sowie Aufbereitung von Kartoffeln und auch die Zuckerrübe kam nicht zu kurz. Langeweile kam so auf keinem Hof auf, denn überall wurden die kleinen Besucher aktiv mit eingebunden. Hüpfburg oder Kinderschminken, nur zwei der vielfältigen Angebote die sich bis hin zu Frucht Janssen (www.edelrot.eu) in Dülken zogen, wo sich alles um die Erdbeerproduktion drehte und die Kinder ihren eigenen Erdbeersteckling stolz mit nach Hause nehmen durften. Landwirtschaft zum Anfassen, ein Konzept, welches an diesem Tag aufging und Lust machte auf mehr. (dt)

Auf dem Reiterhof Siemes drehte sich alles rund um Pferd und Reiter. Foto: Rheinischer Spiegel