Mit dem Trecker ins Konzert – Die Viersener Rockschicht lud ein

Auf der Bühne am Hohen Busch haben die Besucher in den ersten Wochen mit Comedians gelacht und zu kölschen Klängen getanzt. Mit „Reis Against The Spülmachine“ brachte die Viersener Rockschicht nun ein Duo nach Viersen, welches bereits im vergangenen Jahr beim Eier mit Speck-Festival jede Menge begeisterter Fans verbuchen konnte.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Sie sind stark aufstiegsgefährdet und gerade passend mit ihrem neuen Programm als „Fitteste Band der Welt“ gehandelt. Mit „Reis Against The Spülmachine“ hat die Viersener Rockschicht bei ihrer Veranstaltung auf der Kulturbühne am Hohen Busch genau den richtigen Ton getroffen und sogar Petrus hatte am verregneten Freitag kurzfristig in sicherer Erwartung eines Lachanfalls den Wasserhahn geschlossen.

In gebührendem Abstand hatten daher viele Besucher den Weg an den Waldesrand gefunden, um die Lieblingsliedernachmacher der Rockschicht erneut in Viersen willkommen zu heißen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Dass das Musik-Comedy-Duo schon bei regionalen Songslams überzeugte und ihre Karriere spätestens nach ihren NightWash-Auftritten sowie Touren mit dem Die-Ärzte-Biografen Stefan Üblacker (Das Buch Ä) Fahrt aufgenommen hat ist nicht verwunderlich, denn auch in Viersen ließen die beiden Wortakrobaten keinerlei Zweifel daran, dass sie trotz Corona-Pause in Topform sind.

Im vergangenen Jahr wurden die beiden für den Prix Pantheon nominiert und der Pokal für den Sieger des NRD Comedy Contest 2018 wird sowieso bereits seit zwei Jahren liebevoll abgestaubt.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ihren Musik-Hochleistungssport präsentierten sie ebenfalls ihren Viersener Fans, die übrigens keine Mühen gescheut hatten um mit dem verpflichtend geforderten Auto anzureisen – auch wenn es sich dabei um einen Trecker handelt. Was das Duo im Vorfeld durch bisherige Erfolge versprach, das wurde eingehalten, denn Wortspiel-Akrobatik und Liedparodien sorgten für einen Lachmarathon.

Die Bühne auf dem Ascheplatz wurde zum riesigen Station inklusive Fitnessübungen und von Mozart bis Mark Forster sowie von Simon & Garfunkel zu den Beastie Boys stellte sich eigentlich nur die Frage: Wie eigentlich kommt man auf solch durchgedrehte Songtexte, bisher als unvereinbar erachtete Floskeln oder kuriose Kalauer? Ein Abend, der sicherlich noch lange positiv nachklingen wird. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming