Mit dreemoal Gloria tibi Dülken erhielten Emil I. und Lara-Sophie I. ihre Insignien der jecken Macht

Mit der Kinderprinzenproklamation in Dülken endeten die Inthronisierungen innerhalb der Vierstadt für dieses Jahr. Prinz Emil I. und Prinzessin Lara-Sophie I. brachten frischen Wind auf die Bühne mit rockigen Klängen. Bis Anfang Januar muss nun noch das Süchtelner Kinderprinzenpaar auf seine Proklamation warten und dann starten die Tollitäten den Countdown bis zum Höhepunkt der 5. Jahreszeit, dem Straßenkarneval.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Dülken Der übergroße schwarz-gelbe Schriftzug und das Stripke auf der Bühne empfingen die Gäste bei der Proklamation des neuen Dülkener Kinderprinzenpaares Emil I. und Lara-Sophie I. Die Spannung war fühlbar und die Vorfreude stieg minütlich an, schließlich hatten die beiden bereits seit Wochen auf diesen Moment hingefiebert. Die Ornate wurden angepasst, der Auftritt geprobt und spätestens als an der Narrenmühle beim Karnevalserwachen das Gloria tibi Dülken aus ihren Kehlen erschallte, da stand auch für die Anwesenden fest: Dieses Prinzenpaar wird die Bühnen erstürmen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Wer hätte gedacht, dass sich die beiden Tollitäten, sich so gekonnt ergänzen, noch gar nicht lange kennen. Denn nicht sie, sondern ihre Mütter besuchten gemeinsam die Grundschule und hielten über die Jahre hinweg Kontakt. Dass die beiden Zehnjährigen, Emil Thönißen und Lara-Sophie Röther, einmal zusammen als Prinzenpaar auf der Bühne stehen werden, damit hatten die beiden so gar nicht gerechnet, doch ihre frische Mischung ebnete ihnen den direkten Weg in die Herzen der Jecken. Ihre Lieblichkeit ist dabei schon länger vom närrischen Virus infiziert worden, schließlich tanzt sie bereits im fünften Jahr bei den Dölker Crazy Kids, doch auch der neue Prinz hat schnell das Winterbrauchtum in sein Herz geschlossen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Begleitet von den musikalischen Klängen der Höhner und mitreißenden Tanzschritten eroberten sie bei ihrer Proklamation die Bühne. „Wahnsinn, unglaublich, wer hätte das gedacht. Alle liegen sich im Arm und feiern heut die ganze Nacht“, schallte es durch den Saal bevor Hard-Rock-Klänge sich mit jecker Musik verbanden. Ein modernes Medley, das eine Zugabe erforderte.

Natürlich durfte auch das gerade frisch inthronisierte Dülkener Prinzenpaar Marco I. und Sonja I. nicht fehlen. In ihr mitreißendes Lied stimmten nicht nur die ein, die auf der Bühne ihren Platz gefunden hatten, geschunkelt wurde ebenfalls auf den Plätzen. Zu viert regieren die Tollitäten nun die Dülkener Narren und wenn es ab Januar wieder los geht nach der adventlichen Pause, dann wird garantiert gemeinsam weiter gesungen und getanzt. Sie waren allerdings nicht die einzigen karnevalistischen Herrscher aus der Vierstadt, die den Weg in die Narrenstadt gefunden hatten. Ebenfalls das bereits gekürte Kinderprinzenpaar aus Viersen, Luca I. und Sophie I., brachte beste Laune mit und auch der Süchtelner Kinderprinz Ben mit seiner Lieblichkeit Mia hatten eine Reise über den Hügel angetreten. Wo so viel gute Stimmung herrschte war zudem gerne das Prinzenpaar der Ki Ka Kai a dabei. Hard-Rock-Klänge im Karneval scheinen der Trend zu sein, denn in bekannter Manier brachten Frank I. und Annabelle I. nicht nur ihre Tanzgarden, sondern auch ACDC mit.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Neben so vielen jecken Gratulationen begeisterten die sieben Minis der Dölker Crazy Kids mit einem schwarz-roten Outfit und Piratentotenkopf ebenso auf der Bühne, wie die kunterbunten Jecken Dröpkes mit strahlend blauen Röcken oder die Narrenkinder, die auf „Tausend Nächte“ der Band Klüngelköpp tanzten und die Tanzgarde, die passend zum Gardekostüm bei ihrem Einzug in den dunklen Saal blau leuchtenden Haarschmuck trug.
Tänzerische Glückwünsche brachten zudem die KV De Üüle und die Hinsbecker Jüüte, mitsamt der Premiere ihres Solomariechens, sowie die Dü Ka Ge, mit der einzigen Steckenpferd berittenen Funkengarde, mit. Weiterer hoher Besuch war aus St. Tönis zu Gast. Prinz Brian I. Kinderprinzessin Daria I. und zudem das weibliche Dreigestirn der Stadt mit Prinz Silke, Bauer Erika sowie Jungfrau Kathrin, wurden begleitet von der KG Nachtfalter 1954 e.V.

Wer nun glaubt, noch mehr närrische Tollitäten wären fast nicht mehr möglich, der irrt, denn mittlerweile schon traditionell reihte sich das Kinderprinzenpaar der Landeshauptstadt mit ihrer Begleitung und begeisterten Vorführungen ein. Prinz Ben Eyckeler und Venetia Denise Kloft von der Kindergarde der Prinzengarde der Stadt Düsseldorf sind selber gerade einmal vierzehn Tage im Amt, doch den Bühnenauftritt beherrschen sie bereits gekonnt – bei so viel närrischem Nachwuchs, sind die kommenden jecken Sessionen auf jeden Fall gesichert. Vereinsvorsitzender Julian Getzlaff bedankte sich noch vor Ende eines vollen Programmes bei seiner Stellvertreterin Jessica Topeters für die tatkräftige Unterstützung bei jeglichen Vorbereitungen zu Proklamation und Session. Auch die Eltern des Prinzenpaares honorierten das Training des Sessionstanzes, indem sie sie mit einem Blumenstrauß überraschten. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming