Mit et „Hamm wer net“ feierten die Gäste bis tief in die Nacht

Ein vielseitiges Programm mit heimischen Gewächsen und närrischen Bühnengrößen begeisterte bei der Galasitzung der Karnevalsgesellschaft Hamm wer net 1950 e. V. am vergangenen Wochenende im Ev. Gemeindehaus.

Viersen – Keine drei Wochen mehr heißt es warten bis zum Beginn des Straßenkarnevals, dem Höhepunkt des närrischen Brauchtums. Bis dahin jedoch sind die Wochenenden gefüllt mit bunten Saalveranstaltungen, jede für sich einzigartig und unvergesslich. Auch am vergangenen Wochenende kamen die Karnevalisten zusammen, strömten am Samstag in das Ev. Gemeindehaus, wo die Karnevalsgesellschaft Hamm wer net 1950 e. V. zu ihrer Galasitzung eingeladen hatte.

Ebenfalls das Viersener Prinzenpaar ließ sich den Leckerbissen unter den hiesigen Veranstaltungen nicht entgehen und eroberte lachend mit Hasenöhrchen und passenden Zähnen mit einem Hauch 80er Jahre sowie bester Stimmung die Bühne. Tanzend ging es auch im Anschluss an die Vierscher Tollitäten auf der Bühne zu, denn die Bergheimer Torwache stürmte den Saal. Seit der Gründung 1977 bildet die Funkengarde das Kernstück der Karnevalsgesellschaft, die sich in den Uniformen preußischer Gardejäger mit ihren zackigen Traditionstänzen präsentiert.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Auf den Bühnen im rheinischen Karneval sind sie ebenso längst zu Hause wie die „Blömcher“. Dem einen oder anderen Karnevalisten noch als Blom un Blömcher bekannt, sind sie ein kölsches Trio seit Hannes Blum Aschermittwoch 2017 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen war. Mittlerweile hat sein Sohn Oliver die Formation übernommen und Tradition mit einem modernen sowie zeitgemäßen jecken Konzept verbunden. Witzig, bunt und charmant, eben genau auf den heutigen Saalkarneval angepasst. Geschichten und musikalische „Verzällcher“ begeisterten das närrische Publikum gleichermaßen in der Mispelstadt, zu den Highlights des Abends zählten allerdings trotzdem die heimischen Gewächse.

Der Hammer Show Express unter der Leitung von Heinz Hohnen und den aktiven Mitgliedern Stefan Hohnen, Petra Hohnen, Markus Lehnhoff, Yvonne Lehnhoff, Justin Lehnhoff, Marvin Lehnhoff, Willy Niebecker, Ulli Malorny, Stefan Malorny, Markus Jerabeck-Deutges, Sandra Jerabeck-Deutges, Patrick Schmitz und Marvin Falk hatte schon bei der Damensitzung für begeisterte Jubelrufe gesorgt, nicht anders sollte es am Samstagabend sein. Die Aufführungen der vereinseigenen Gruppe wurde nur für die Cheriffkürung des 52. Cheriff vom Hamm unterbrochen. Nein, kein Schreibfehler- wobei heute zumindest nicht mehr. 1968 erhielt der damalige Bürgermeister der Stadt Viersen, Franz-Josef Zewels, den ersten Sheriff-Stern. Den Sheriffstern erhielt der Bürgermeister und Karnevalist eigentlich über eine mutige Tat in Verbindung mit einem Einbruch, bei dem er den Einbrecher solange festhielt, bis die Polizei eintraf. Auf dem Stern zu seiner Ehrung fiel der Schreibfehler „Cheriff“ auf und ist seitdem der Running-Gag der ungewöhnlichen Ehrung, die seitdem in jedem Jahr verliehen wird.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Nach der Pause ein weiterer heimischer Höhepunkt des Programms mit dem Männerballett LES Hammphries. Unter der Führung von Tanzmajor Christian Engels zeigten Sebastian Hüpkes, Thomas Somke, Karl Karschkes, Dirk Langenheim, Jens Hagenhoff, Markus Hamacher, Clemens Vasters, Martin Stolz und Michael Berghausen mehr oder weniger wie gekonnt sie die Beine in die Luft bekamen. Eine professionelle Tanzgruppe? Jein, aber nah dran und eine Truppe mit Herz sowie Witz, die auch über sich selber lachen kann, viel wichtiger für eine funktionierende Gemeinschaft und eben diese lebt die Karnevalsgesellschaft.

Wie es professionell aussieht, für diese Vorführung war die Fauth Dance Comany nach Dieter Röder als „Ne Knallkopp“ im Programm eingeplant. Dabei kann mit den Damen aus Viersen auch sonst nur selten jemand mithalten. Farbenfrohe Kostüme und viel Schwung – passend um so langsam aber sicher das Ende der gelungenen Veranstaltung einzuläuten. Bei dieser nämlich setzten die Dröpkes aus Mönchengladbach den runden Punkt auf das sprichwörtliche „i“ und luden nicht nur zum Schunkeln, sondern zum lauten Mitsingen ein – eine Einladung, der die Gäste nur zu gerne folgten. (Dietmar Thelen)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

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