Mit Gloria tibi Dülken zu Besuch im Kinderhaus

Einen Tag vor Karnevalsbeginn schob das Dülkener Prinzenpaar mit großer Abordnung einen Termin zum Schunkeln und Singen im Viersener Kinderhaus ein. Die meist schwerst mehrfach behinderten Kinder hatten ihre Freude bei dem närrischen Termin und auch das Kinderhausteam schunkelte gerne mit.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen/Dülken – Ein Dülkener Prinzenpaar im Viersener Kinderhaus, das hatten die Kinder bisher noch nicht gesehen. Umso größer war die Freude, als Paul I. und Sigrun I. sich mit ihrer Prinzengarde nicht nur Zeit nahmen für ihr Sessionslied, sondern auch fleißig Orden verteilt wurden. Christos (7) ist bereits vor seinem ersten Geburtstag in das Viersener Kinderhaus eingezogen. Hier lebt er nicht nur, er geht auch zur Schule – zur Förderschule wohlgemerkt, denn alle Kinder der Einrichtung haben Schulpflicht. Abgeholt werden sie dort, wo sie stehen – Wahrnehmung, Kommunikation und Motorik stehen im Vordergrund. Empfinden, wie bei der Übergabe des Dülkener Ordens und einem Lächeln.

Seit Mai 2010 finden im Kinderhaus bis zu 14 dauerbeatmete und/oder schwerst mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche ein Zuhause. Den Kindern wird in wohnlicher Atmosphäre eine Lebenswelt geschaffen, die ihnen die bestmögliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht.

Das Team des Kinderhauses unterstützt weitestgehend Familien aus dem gesamten Gebiet NRW. Dies gilt besonders, wenn ihnen die Ressourcen für die Pflege fehlen. Die medizinische Notfallversorgung übernimmt das Kinderklinik St. Nikolaus des AKH Viersen, die diagnostischen Maßnahmen werden durch einen Kinderarzt und Palliativ-Visiten vor Ort geleistet. (dt/Kinderhaus Viersen)

Foto: Rheinischer Spiegel