Mit Lohbusch Bräu trifft Tradition auf Moderne

Ein junges Unternehmen wandelt auf traditionellen Pfaden und zaubert nicht nur alteingesessenen Viersenern einen Glanz voller Erinnerung an das alte Lohbusch Bräu in die Augen an das heute noch das sanierte Sudhaus an der Dülkener Straße erinnert. Eine Erinnerung, die am 11. November wieder aufgefrischt wird, denn Florian Ackens und Jan Eccher lassen mit ihrem Bier das Lohbusch Bräu erneut aufleben.

Viersen – Kennen gelernt haben sich die beiden 26-Jährigen an der Meisterschule in München, die sie beide jeweils mit ihrem Braumeister-Titel beendeten. Verstanden haben sich die beiden Freunde von Anfang an gut. Sie entwickelten noch in München die Idee einer gemeinsamen Selbstständigkeit – damals noch ins Blaue hinein. „Florian rief mich kurz nach unserer Prüfung zum Braumeister an, erzählte mir, dass es hier in Viersen eine Brauerei gegeben hatte, die das verkörperte was wir mit unseren Bieren transportieren wollten“, so Jan Eccher.
Eine Brauerei, mit der beide sich identifizieren konnten. Dass es gerade der Name Lohbusch Bräu wurde, verdanken die beiden Florian Ackens Mutter. Wie der Zufall so will, hatte die Viersener Familie zudem Kontakt zu Klaus Raschke, der Mitarbeiter der damaligen Brauerei war und heute den Lohbusch Bräu Getränkehandel in Viersen führt. Eine Neugründung des Firmennamens Lohbusch Bräu sollte es werden – eine Idee, die ebenfalls bei dem ehemaligen Eigentümer auf großes Interesse stieß. „Plötzlich waren wir mittendrin in den Planungen. Der Businessplan musste erstellt, die Markte geschützt werden“, sagt Florian Ackens.
„Große Hilfe erhielten wir hierbei durch das Viersener Gewächshaus. Mit Monika Freund hatten wir von Anfang an einen hervorragenden Kontakt und konnten Anfang des Jahres in unser Büro im Gewächshaus einziehen.“ Mittlerweile ist die Ackens und Eccher Gbr gegründet, welche die Lohbusch Biere vertreibt.

Foto: Rheinischer Spiegel

Ihr neues Bier lehnt sich an das traditionelle Lohbusch-Bräu-Bier an. „Wir haben neue Rezepte entwickelt mit neuen Ideen, dem Zeitgeist angepasst. Auch deshalb weil es schwierig ist an die Ur-Rohstoffe heranzukommen“, erklärt Jan Eccher. Das Alt überzeugt mit einem milden, fruchtigen, angenehm malzbetonen Geschmack – süffig, würde der Niederrheiner sagen. Mit strohgoldgelber Farbe lockt dagegen das Pils. „Es ist ein ganz, ganz feines Bierchen“, lächelt Eccher. Beide Biere sind mit Aromahopfen gebraut, das Alt ist zudem „Hopfengestopft“. „Eine alte wiederentdeckte Möglichkeit bei der Hopfen in einem Sack im Lagertank zugegeben wird, wodurch die ätherischen Öle abgegeben werden“, erklärt Ackens. Zurzeit brauen die beiden im Sauerland, langfristig ist ein Brauhaus in Viersen geplant.
Flaschen und Fässer werden in diesem Jahr auf den Markt kommen und dann im Einzelhandel erhältlich sein, natürlich auch im Lohbusch Bräu Getränkehandel. Wer solange nicht warten kann oder will, der kann beide Biere am 11.11. beim Ritt um die Mühle in Dülken zum ersten Mal probieren, denn dann fällt der Startschuss für das neue Lohbusch Bräu (lohbusch-bier.de).

Neben ihrem Biersortiment bieten die beiden Braumeister und Biersommeliers Biertastings an, die in der kommenden Zeit ausgebaut werden sollen. Bierverkostungen in die man sich hineinbuchen kann oder individuelle Seminare, die bereits jetzt auf großes Interesse stoßen. Zukünftig sollen Braukurse hinzukommen, dazu saisonal Bierspezialitäten in kleinerer Sudgröße. Unfiltrierte „Sondereditionen“ echter Handwerkskunst mit denen sich die Viersener Jungunternehmer als Braumeister ausleben können – denn eines ist sicher, mit Florian Ackens und Jan Eccher hat Viersen zwei Braumeister, die mit Leib und Seele in ihrer Arbeit aufgehen. (dt)

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