MIT Viersen vermisst Einbeziehung des Mittelstandes für mögliche Projekte am Josefsring

Den sprichwörtlichen „Boden aus dem Fass“ schlage laut MIT das Ergebnis einer von der Stadt Viersen in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des südlichen Erschließungsrings. „Was bewegt wurde, blieb ohne Ergebnis und hinterließ teilweise schon einen unprofessionellen Eindruck.“ Man könne sich nur schwer vorstellen, dass diese Ideen im Sinne der Bürger und Unternehmer seien, wenn alteingesessene Geschäfte in der Planung nicht mehr enthalten seien. 

Viersen – Seit mehreren Jahren ist der südliche Erschließungsring nun fertiggestellt. Schon bei Beginn der Tiefbauarbeiten, erinnert sich Joachim Feies, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Stadtverband Viersen, hatte er sich bei den zuständigen Baubehörden der Stadt über die geplante Maßnahme ausführlich informiert und Planungsunterlagen einsehen können. Nicht nur die eigentliche Straße und die daraus resultierende Verbesserung der Verkehrsführung war zu erkennen, sondern noch viel interessanter schienen die sich aus der Straßenführung ergebenden Grundstücksflächen, über die, wie es hieß, fast ausschließlich die Stadt Viersen verfügte. Mit diesen Neuigkeiten, die bei vielen Unternehmen des Viersener Mittelstandes Interesse für mögliche Investitionen weckte, trat Feies vor die Mitglieder der MIT mit der Perspektive, dass da bald konkrete Angaben von der Stadt zu erwarten seien.

Bis heute muss die MIT feststellen, dass es leider nur bei der Perspektive geblieben ist. „Was konkrete Grundstücksangebote angeht, die man mit Projektideen mittelständischer Unternehmen gemeinsam zu erfolgreichen Projekten führt, die das Stadtbild und die Viersener Wirtschaft positiv beeinflussen, blieben aus. Im Gegenteil, dass was bewegt wurde, blieb ohne Ergebnis und hinterließ teilweise schon einen unprofessionellen Eindruck. Im März 2018 wurde der Bau eines großen Hotels am Josefsring durch einen Investor angekündigt, der kurze Zeit später abgesprungen war“, so Feies. „’Seit 40 Jahren wartet die Stadt Viersen auf ein großes Hotel‘, sagte damals die amtierende Bürgermeisterin Sabine Anemüller – und musste anstatt der freudig für Herbst 2019 angekündigten Fertigstellung – bis jetzt schon zwei weitere Jahre auf ein Hotel warten …“

Den sprichwörtlichen „Boden aus dem Fass“ schlage aber dann das Ergebnis einer von der Stadt Viersen in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie zur städtebaulichen Entwicklung des südlichen Erschließungsrings. Im Juni diesen Jahres erschien in den Medien eine „Studie zur Zukunft der Viersener City“. Ein Bild zeigt die Skizze eines sechs geschossigen Gebäudes mit Wohnraum für Studenten auf der „Viersener Insel“ – an der Kreuzung Freiheitsstraße. „Für welche Studenten? Ein Hotel am Kreisverkehr könne man sich vorstellen. ‚Was einen möglichen Investor angeht sei man wieder auf einem guten Weg‘, so Bürgermeisterin Anemüller … nochmal 40 Jahre?“, ergänzt Joachim Feies.

Man könne sich nur schwer vorstellen, dass diese Ideen im Sinne Viersener Bürger und ortsansässiger Unternehmer seien, wenn man weiterliest, dass z. B. das McDonalds-Schnellrestaurant zugunsten neu zu erstellenden Wohn-Bürobauten nicht mehr Bestandteil der Planung sei. Auch das Küchenstudio und der Zoo- und Gartenmarkt an der Kreuzung mit der Freiheitsstraße seien in der langfristigen Planung nicht mehr enthalten.

„Unglaublich, dass so etwas von der Stadt zur Veröffentlichung freigegeben wurde, ohne, wie die MIT erfahren hat, die laut Planung entfernten Unternehmen – und hier handelt es sich u. a. um alteingesessene Viersener Geschäfte, im Vorfeld nicht mal hierüber informiert zu haben.“

Quelle: MIT Viersen

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ein Kommentar

  1. Diese Bürgermeisterin-auch Chefin der Verwaltung- hat sich ja im Falle Reuter-Bad schon nicht mit Ruhm bekleckert. Ergebnis war,dass einer der größten Gewerbesteuerzahler von Viersen nach MG abgewandert ist.
    Nun ist wieder einmal klar geworden,wie wenig sie über politische und wirtschaftliche Kompetenz verfügt und auch nicht in der Lage ist,die Verwaltung zu führen.
    Man sieht es ja auch an ihrem nicht stattfindenden Wahlkampf. Nur mit „Ich bin Sabine und liebe Viersen“ bringt man Viersen nicht weiter.
    Am Sonntag hat sie fertig😁😁😁

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