Mobile Kirchenbank soll Dialog in St. Cornelius und Peter fördern

Mancherorts sieht man sie noch, die Bank vor dem Haus, die zum Verweilen und zu einem nachbarlichen Gespräch einlädt.

Viersen-Dülken – Nach Vorüberlegungen im Vorstand hat der Pfarreirat St. Cornelius und Peter vor einiger Zeit darüber nachgedacht, diese Idee für die Gemeinden der Pfarrei auf den Weg zu bringen: Zwei echte Kirchenbänke werden mit Rollen versehen und an die Orte gebracht, an denen sich die Menschen treffen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen, beispielsweise zu verschiedenen belebten öffentlichen Orten wie den Wochenmarkt, auf den Schulhof oder vor ein Einkaufszentrum. Wechselnde Gelegenheiten mit regelmäßig wiederkehrenden Anlässen zum Austausch wie Mühlenoder Pfarrfeste schließen sich an. Auch moderierte Gespräche zu besonderen Anlässen oder zu aktuellen Themen sind vorstellbar.

Die Kirchenbänke stehen stellvertretend für die Kirche und den Glauben. Eine Kirchenbank draußen aufzustellen, symbolisiert den Wunsch und die Bereitschaft der Kirche, sich zu öffnen, auf die Mitmenschen zuzugehen und mit ihnen zu sprechen. Die Kirche selbst wird dabei von einer Vielzahl von haupt- und ehrenamtlich Mitwirkenden vertreten. Sie können auch aus den vielfältigen inhaltlichen Angeboten der Kirchengemeinde St. Cornelius und Peter diejenigen auswählen, die auf die Gesprächspartner zugeschnitten sind und ihnen die Möglichkeiten näher bringen, die für sie daraus entstehen.

Auch als „In-House-Konzept“ bei Treffen von Kommunionkindern, Firmlingen, Schützen oder anderen Gruppierungen der Pfarrei können die mobilen Bänke eine wichtige seelsorgliche Funktion erfüllen, indem den Sorgen und Nöten der großen und kleinen Gläubigen Gehör geschenkt und den Menschen Trost gespendet werden kann. Insgesamt können die Gespräche auf den Kirchenbänken dabei helfen, in der Zeit nach Corona das Gemeindeleben wieder zu intensivieren.

Zwischenzeitlich hat der GdG-Rat den Prozess der Meinungsbildung abgeschlossen und sein Votum für die Umsetzung dieses Vorhabens gegeben. Dazu gehört auch die Entscheidung für eine kurze und eine längere Kirchenbank, die dafür von Grund auf restauriert und mit Rollen versehen werden müssen. Sie erhalten zudem einen hellgrünen Anstrich, in dem Grünton, den das Logo der Kirchengemeinde enthält, und werden an ihrem jeweiligen Einsatzort von Aufstellern mit diesem GdG-Logo flankiert.

Die Fördermittel beim Bistum Aachen sind bereits beantragt. An dieser Stelle können die planerischen Aspekte dieses nützlichen Konzepts klar skizziert werden – für die zeitliche Festsetzung der weiteren Umsetzung gilt dies nicht. So bleibt nur der Ausblick, sich vielleicht schon in diesem Sommer auf der mobilen Kirchenbank unserer Gemeinde zu begegnen, um intensive (Glaubens-) Gespräche führen zu können. (opm/Ute Hölter)

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